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Neubau nach dem Großbrand

Der Coswiger Stadtrat hat am Mittwoch den Startschuss für den Wiederaufbau des 2017 abgebrannten Vereinsheims in Neusörnewitz gegeben.

© Archiv/Arvid Müller

Coswig. Das Vereinsheim des SV Motor Sörnewitz wird wieder aufgebaut. Den Startschuss für die 1,14 Million Euro teure Maßnahme gab der Stadtrat am Mittwochabend mit seinem einstimmigen Beschluss. Tragische Ironie beim Großbrand am Kahlhügelweg in Neusörnewitz vor einem Jahr: Es wurde nur ein Teil des Gebäudes komplett zerstört, für diesen Wiederaufbau übernimmt die Versicherung die Kosten. Für den anderen Teil, der nicht vollständig abgebrannt ist, gibt die Versicherung nur wenig Geld. Insgesamt erhält die Stadt als Eigentümer somit lediglich 550 000 Euro.

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Aber die Stadt will den Sportlern helfen. „Wir bauen das Haus neu auf. Auch den nicht ganz verbrannten Teil, der wird komplett entkernt. Wir wollen und wir können das für die Sportler aufbauen“, sagt Oberbürgermeister Frank Neupold.

Doch es besteht Zeit- und finanzieller Druck, ergänzt Bürgermeister Thomas Schubert. Denn innerhalb von drei Jahren nach dem Brand muss der Bau mit der neuen Vier-Bahnen-Kegelanlage abgeschlossen sein, damit die finanziellen Mittel fließen. Ein Jahr ist für die Vorbereitungen bereits vergangen. „Ein Jahr brauchen wir für die Ausschreibungen. Und dann bleibt uns nur noch ein Jahr für die Bauarbeiten“, sagt Frank Neupold.

Harald Borrmann Stadtrat (FDP) und 2. Vorsitzender des SV Motor Sörnewitz sagt: „Im Namen der Sportler bedanken wir uns. Uns ist es bis jetzt gelungen, alle Mannschaften zu erhalten, weil wir auf Bahnen anderer Vereine spielen dürfen. Und auch die Fußballer haben Gastplätze gefunden. Auch dafür bedanken wir uns.“

Das Vereinsheim war Ende Februar 2017 fast komplett niedergebrannt. Auch wichtige Unterlagen wie Versicherungspolicen und Papiere für den Vereinsbus vernichtete das Feuer. 60 Kameraden von vier Feuerwehren waren im Einsatz. Doch aufgrund des extremen Windes in der verhängnisvollen Nacht konnten die Einsatzkräfte das Gebäude nicht retten. Den Kleinbus des Vereins konnten die Männer noch rechtzeitig aus dem hölzernen Carport herausschieben. Besonders bitter für den Sportverein: Er hatte in den Jahren zuvor immer wieder in das Gebäude investiert – in das Dach, die neue Türen und in die energetische Dämmung. 2020 muss der Wiederaufbau beendet sein. (ub)