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Neue Ausrüstung für die Feuerwehr

Die Kameraden der Ortswehren sollen neu ausgestattet werden. Dabei holt die Gemeinde ein Versäumnis nach.

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© Symbolbild/dpa

Von Cathrin Reichelt

Zschaitz-Ottewig. In der Vergangenheit hat die Gemeinde Zschaitz-Ottewig viel Geld verschenkt. Pro Jahr sind zwischen 5 000 und 10 000  Euro für die beiden Ortswehren ausgegeben worden. Aber nie ist für die Anschaffungen Fördergeld beantragt worden – jedenfalls nicht für die kleineren. Den Verantwortlichen sei nicht bewusst gewesen, dass auch dafür eine finanzielle Unterstützung möglich ist, erklärt Bürgermeister Immo Barkawitz (parteilos).

Jetzt will die Gemeinde wieder Geld für die Feuerwehren in Zschaitz und Ottewig ausgeben – diesmal aber eine Förderung in Anspruch nehmen. Mit einer Enthaltung sprachen sich die Gemeinderäte während ihrer Sitzung am Montag dafür aus, dass rund 18 700 Euro für die Ausrüstung der Ortswehren in den Haushalt 2017 eingestellt werden. Das war notwendig, da dieser noch nicht beschlossen ist.

Bereits im vergangenen Monat hatte die Gemeinde einen Antrag auf die 40-prozentige Förderung der geplanten Anschaffungen gestellt. Würde dies genehmigt, müsste Zschaitz-Ottewig noch rund 11 200  Euro selbst aufbringen. Für den Eigenanteil sollen investive Schlüsselzuweisungen verwendet werden. Durch die Willensbekundung der Gemeinderäte wird Zeit gespart. Denn so kann bereits jetzt durch die zuständigen Behörden die Förderfähigkeit der Anschaffungen geprüft werden und nicht erst dann, wenn der Haushalt für das kommende Jahr tatsächlich beschlossen ist.

Gekauft werden sollen unter anderem Dienstuniformen für neue Kameraden der Ortswehren, Kleidung für die Jugendfeuerwehr, Stiefel und Gurte, so Immo Barkawitz. Teilweise könnte auch Ausrüstung der Zschaitzer Feuerwehrleute ersetzt werden. Die ist in keinem guten Zustand. Darüber hat Ortswehrleiter Martin Turbanisch die Räte während ihrer Oktobersitzung informiert. Grund ist Schimmel an den Wänden des Gerätehauses, der sich auch auf die Ausrüstung ausgebreitet hat.

Die stellvertretende Bürgermeisterin Kerstin Konrad, die Hilfe angeboten hatte, hat sich nach der Sitzung mit dem Wehrleiter vor Ort getroffen, sagt sie auf Nachfrage des DA. „Wir haben nach den Ursachen geschaut, und welche Lösung es geben könnte“, sagt sie. Ein Wechsel aus Lüften und Heizen, wie in der privaten Wohnung, sei vorerst die schnellste und effektivste Variante. Ein Wandheizer würde dabei schon ein Stück weiterhelfen.