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Neue Baldauf-Brücke kommt erst 2019

In Kunnersdorf stand für dieses Jahr eigentlich ein großes Sanierungsprojekt an. Es muss verschoben werden.

© Rafael Sampedro

Von Susanne Sodan

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Kunnersdorf. Der Straßenbau Herrnhuter Straße wird erst 2019 beginnen, ebenso der Bau der Baldauf-Brücke. So steht es im Protokoll zum jüngsten Bernstädter Stadtrat. Eigentlich hat die Stadt Bernstadt mit der Herrnhuter Straße in Kunnersdorf gar nichts zu tun, denn es ist eine Kreisstraße. Aber: Der Landkreis will die Herrnhuter Straße sanieren. Wenn ohnehin Bauarbeiten stattfinden, will die Gemeinde die Gelegenheit nutzen. Sie möchte gerne gegenüber, an der Parallelstraße „Am Pließnitztal“, eine unübersichtliche, enge Stelle entschärfen und dafür auch die Baldauf-Brücke, die über die Pließnitz führt und Kreis- und Kommunalstraße verbindet, ein Stück versetzen. 2018 sollte es losgehen. Bereits im Dezember-Stadtrat hatte Bürgermeister Markus Weise (Kemnitzer Liste) aber angekündigt, dass wegen des Bauzeitraumes noch Abstimmungen zwischen der Stadt und Landkreis zu treffen sind.

Der Kreis plant, die Herrnhuter Straße auf einer Strecke von rund einem Kilometer zu erneuern, von der Kreuzung mit der Staatsstraße bis zum Getränkehandel Majora. Denn dort ziehen sich Risse zwischen Fahrbahn und Stützmauer, erklärte Dieter Peschel, Bauamtsleiter beim Landratsamt Görlitz, vor einem reichlichen Jahr in der SZ. Außerdem soll ein Fußweg angebaut werden. Auch die Stützmauer muss auf einer Länge von etwa 350 Metern repariert, teils komplett erneuert werden.

Die Pläne der Stadt auf der anderen Flussseite sehen so aus: An der Baldauf-Brücke, die schon manches Hochwasser mitgemacht hat, wäre ohnehin viel zu tun. Die Brückenprüfung, die man 2016 und 2017 hat durchführen lassen, bestätigte den schlechten Zustand des Bauwerkes. Die Stadt hat sich entschieden, die Brücke abzureißen und neu aufzubauen, aber ein Stück versetzt. Denn dann könnte man auch die Straßenführung von „Am Pließnitztal“ verbessern.

Nicht nur die Brücke müsste dafür abgerissen werden. Um den gesamten Bereich an der Brücke geradliniger und übersichtlicher zu gestalten, müsste auch ein leer stehendes Haus nahe der Kreuzung zwischen „Am Pließnitztal“ und „Viebig“ weg. Der Denkmalschutz hat zugestimmt, die Stadt hat das Haus Mitte vergangenen Jahres gekauft. Außerdem hat die Stadt bereits einen ersten Planungsauftrag für den Brückenneubau vergeben.

Mit dem Antrag auf Fördermittel für das Vorhaben kann die Stadt jetzt aber noch warten. Mitte des Jahres soll es zu dem Projekt eine Informationsveranstaltung für die Bürger geben, informiert die Stadt im Stadtratsprotokoll.