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Neue Basteiaussicht wartet auf Genehmigung

Die berühmte Plattform in der Sächsischen Schweiz soll laut Planung schweben lernen. Ob das wirklich so umsetzbar ist, wird noch berechnet.

© Visualisierung: Finanzministerium

Von Nancy Riegel

Lohmen. Hunderte, Tausende Touristen strömen jetzt im Sommer täglich auf den Basteifelsen in der Sächsischen Schweiz. Dass die vorderen zehn Meter der berühmten Aussicht gesperrt sind, scheint nur die wenigsten unter ihnen zu stören – immerhin erklärt ein Schild, dass die Standfestigkeit des Felsens nicht mehr gewährleistet werden kann. Das schöne Panorama lässt sich zwar auch an anderer Stelle genießen. Trotzdem ist Touristikern, Hoteliers und auch den Bewohnern der Sächsischen Schweiz daran gelegen, die Aussicht bald wieder öffentlich zugänglich zu machen.

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Im Herbst letzten Jahres stellte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), der vom Freistaat Sachsen als Eigentümer des Felsmassivs beauftragt wurde, die Pläne für eine Aussichtsplattform an der Bastei vor. Sie sehen eine Art schwebende Plattform vor, die den porösen, vorderen Teil des Felsens nicht touchiert, sondern nur auf dem hinteren Gestein aufliegt, dass laut Gutachten noch tragfähig genug ist. Schon damals wurde kommuniziert, dass für dieses Konstrukt die Genehmigung noch nicht vorliegt. Diese muss die Landesdirektion Sachsen erteilen, die bereits einen Steinschlagzaun am Fuße des Felsens und den Abriss der alten Aussicht genehmigt hat. Der Zaun wurde Ende vergangenen Jahres errichtet, der Abriss der Gehwegplatten soll erst nach diesem Sommer erfolgen, um die vielen Besucher der Saison nicht zu stören.

Nun stellt sich heraus, dass noch gar nicht endgültig berechnet wurde, ob das Konstrukt einer schwebenden Plattform überhaupt umsetzbar ist. Bei der Landesdirektion Sachsen ist noch kein Genehmigungsverfahren für die neue Plattform angeschoben worden, informiert Sprecher Ingolf Ulrich. „Der letzte Vorgang bezüglich der Bastei in unserem Hause war die Genehmigung der von SIB beantragten Vermessungs- und Erkundungsarbeiten des Basteifelsens. Diese Arbeiten waren mit Bescheid vom 21.02.2018 genehmigt worden.“

Alwin-Rainer Zipfl vom sächsischen Finanzministerium, zu dem das SIB gehört, bestätigt dies. Die bereits erwähnten Vermessungs- und Erkundungsarbeiten liefen derzeit noch. „Im Ergebnis werden die erforderlichen Rahmenbedingungen für die Konstruktion und Gestaltung einer möglichen Aussichtsplattform abgeleitet.“ Erst Ende 2018 werde mit dem Abschluss der Berechnung und dem Anschieben des Genehmigungsverfahrens gerechnet. Erst dann steht fest, ob die Bastei eine schwebende Aussicht bekommt – oder nicht.