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Neue Baugrundstücke in Großharthau

Das Wohngebiet „Am Schulberg“ füllt sich schnell. Deshalb werden jetzt Voraussetzungen für eine Erweiterung geschaffen.

© dpa

Von Ingolf Reinsch

Großharthau. Der 2016 erschlossene Wohnpark „Am Schulberg“ in Großharthau soll in den nächsten Jahren weiter in Richtung Dresden wachsen. Der Gemeinderat fasste jetzt den Aufstellungsbeschluss für den dafür erforderlichen Bebauungsplan. Bis dadurch Baurecht geschaffen wird, vergehen erfahrungsgemäß ein bis zwei Jahre. „Wir wollen vorbereitet sein, wenn sich weitere Bauinteressierte in der Gemeinde melden“, sagte Bürgermeister Jens Krauße (SPD). Das geplante Erweiterungsgebiet ist knapp ein Hektar groß. Etwa 25 Einfamilienhäuser könnten darauf errichtet werden.

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Bisher werden in dem neuen Wohngebiet, das sich mitten im Ort befindet und parallel zur B 6 verläuft, 27 voll erschlossene Baugrundstücke angeboten. 15 Parzellen sind bereits verkauft oder reserviert. Die ersten Häuser stehen bereits oder sind im Bau. Vor allem für Dresdner und Bewohner des unmittelbaren Umlandes der Landeshauptstadt ist Großharthau als Wohnstandort attraktiv. Zum einen aufgrund der Nähe und der guten Verkehrsanbindung an Dresden. Zum anderen wegen der Grundstückspreise, die mit 65 bis 75 Euro pro Quadratmeter erschlossenen Baulandes zwar höher als in Bischofswerda sind, aber trotzdem noch weit unter dem Dresdner Niveau liegen. Der Arnsdorfer Unternehmer René Helbig, der schon das bisherige Gebiet an der Schulstraße erschloss und die Grundstücke vermarktet, sei bereit, das Gebiet zu erweitern, sagte Jens Krauße.

Grundstücke hinter der Malzfabrik

Darüber hinaus hat die Gemeinde zwei weitere Gebiete für potenzielle Wohnbebauung im Auge. Bis zu 30 Wohngrundstücke könnten hinter der Malzfabrik erschlossen werden. Die möglichen Investoren dort kommen aus München. Sie sahen sich vor Ort um und signalisierten Interesse. Als dritter neuer Wohnstandort käme aus Sicht der Gemeinde ein Gebiet bei der Großharthauer Siedlung – das ist das Wohngebiet nahe der Brücke über die Bahnlinie – infrage. Dieses Gebiet gehört einer Erbengemeinschaft.

Trotz des jetzt gefassten Beschlusses, das Wohngebiet an der Schulstraße zu erweitern, hält die Gemeinde auch an den anderen beiden Optionen fest, sagt der Bürgermeister. Nur das Landratsamt, das die Baupläne bestätigen muss, könne die Vorhaben stoppen, indem es fordert, erst ein Wohngebiet vollständig zu vermarkten, ehe das nächste erschlossen wird. Großharthau setzt auf Zuzug. Mittelfristig, das heißt, in den nächsten vier bis acht Jahren, soll die Einwohnerzahl der Gemeinde um 250 wachsen. Damit würde die Gemeinde wieder über die 3 000-Einwohner-Grenze kommen. Aktuell zählt die Gemeinde Großharthau 2 790 Einwohner.