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Neue Bauplätze für Familien

Andreas Langhammer hat die Bürgermeisterwahl in Rammenau gewonnen. Die Gemeinde ist es wert, sich überdurchschnittlich zu engagieren, sagt Unternehmer.

© Steffen Unger

Rammenau. Der 1. November ist so etwas wie ein Schicksalstag für Andreas Langhammer. Seit dem 1. November 2015 ist er Eigentümer des Unternehmens Sachsenfenster, mit 65 Beschäftigten größter Arbeitgeber in Rammenau. Schon zwei Jahre zuvor hatte er dort die Geschäftsführung übernommen. Nun wird er zum 1. November dieses Jahres in Rammenau auch Bürgermeister. Der 42-Jährige wird die Gemeinde ehrenamtlich leiten – neben seiner Arbeit als Unternehmer. Eine gute Konstellation? Mögliche Interessenkonflikte sehe er nicht, sagte Andreas Langhammer am Tag nach der Wahl der SZ. „Unser Unternehmen ist in seiner Arbeit nicht auf die Region beschränkt. Wir sind deutschlandweit am Markt aktiv.“ Wenn es Rückkopplungen vom Betrieb zur Gemeinde gebe, dann positive. Etwa, indem Sachsenfenster Projekte im Kindergarten oder die bevorstehende 790 Jahrfeier Rammenaus finanziell unterstützt, sagt Andreas Langhammer.

Manch einer mag sich fragen: Warum tut er sich das an und wird Bürgermeister im Ehrenamt? Hat er in seiner Firma nicht alle Hände voll zu tun? Dann kommt Andreas Langhammer schnell auf seine Motivation zu sprechen. „In den vier Jahren, in denen ich in Rammenau bin, habe ich ein tolles Dorf kennengelernt und einen großen Zusammenhalt unter den Einwohnern gespürt, die aktiv und stolz auf ihren Ort sind. Ich möchte, dass das erhalten bleibt.“

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Die scheidende Bürgermeisterin Hiltrud Snelinski hat die Gemeinde in über 30 Jahren geprägt, wie kaum ein anderer Kommunalpolitiker seinen Ort. Rammenau wurde schönstes Dorf Sachsens, bekam auf Bundesebene eine Goldmedaille und beim Europäischen Dorferneuerungswettbewerb eine Anerkennung.

Andreas Langhammer will daran anknüpfen. Ebenso am Engagement der Rammenauer Bürger. Er möchte die Gemeinde aber auch stärker in regionale Strukturen einbinden, vor allem hinsichtlich des Tourismus. Der künftige Bürgermeister, der in Rammenau einen Nebenwohnsitz hat, ist Zittauer. Er pendelt jeden Tag zur Arbeit. „Auf der Fahrt sehe ich immer wieder, wie schön die Oberlausitz ist. West- und Oberlausitz können voneinander profitieren, wenn man Gäste gegenseitig auf touristische Besonderheiten aufmerksam macht“, sagt er.

Im Gemeinderat haben zwei Wählervereinigungen das Sagen: die Initiative für Rammenau, von der Andreas Langhammer für die Wahl aufgestellt wurde, und Vereine für Rammenau. Gemeinsam werde man nach den besten Lösungen fürs Dorf suchen, sagt der künftige Bürgermeister. Zu seinen Visionen gehört es, weitere Möglichkeiten zu schaffen, damit Familien im Ort bauen können. Und er sieht Bedarf fürs altengerechte Wohnen. „Ich möchte, dass ältere Menschen so lange wie möglich in ihrem Heimatort leben können.“ In der Gemeinde gibt es bereits Überlegungen, die ehemalige Fichteschule entsprechend umzubauen. Über den Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft möchte sich Andreas Langhammer zudem dafür einsetzen, dass die noch freien Flächen im Gewerbegebiet besiedelt werden. (SZ/ir)