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Neue Bleibe für das Brandopfer

Die Gemeinde hat mit der Familie des Obercunnersdorfers und einer Sozialbearbeiterin eine Wohnung gefunden. Zum Brand selbst ist noch einiges offen.

© Matthias Weber

Von A. Beutler und R. Altmann-Kühr

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Knapp eine Woche nach dem Wohnhausbrand in der Obercunnersdorfer Klippelgasse gibt es für den 78-jährigen Bewohner eine neue Bleibe. Derzeit befindet sich der Mann zwar noch im Krankenhaus, soll nach SZ-Informationen aber in den kommenden Tagen entlassen werden. Dann kann er nach Eibau in eine kleine Wohnung ziehen. „Seine im Ort lebenden Angehörigen kümmern sich weiter um ihn“, bestätigt Gabriele Krowiorsch, bei der Gemeinde Kottmar zuständig für Liegenschaften und Gebäudemanagement. Eine Sozialbetreuerin hatte gemeinsam mit der Kommune und der Familie nach einer Lösung gesucht. Glücklicherweise konnte die Kottmarer Verwaltung schnell ein Wohnungsangebot in Eibau vermitteln.

Dass sich die Frage nach einer neuen Unterkunft stellen würde, war bereits kurz nach dem Brand klar, denn das Haus in der Klippelgasse ist nicht bewohnbar. Vom Dachstuhl stehen lediglich noch Reste der Sparren, auch im Inneren des Hauses ist alles verbrannt, verkohlt und rußgeschwärzt. Nur dem raschen Eintreffen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass in den frühen Morgenstunden des 25. Januar nicht noch Nachbarhäuser in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

Was die Untersuchungen der Polizei anbelangt, so waren inzwischen zwei Brandursachenermittler der Polizei vor Ort. „Mit Blick auf die Dimension des Falles haben wir um Unterstützung vom Landeskriminalamt gebeten“, erklärt Thomas Knaup, Sprecher der Polizeidirektion Görlitz. Die beiden Experten – von der Polizeidirektion Görlitz und dem LKA – sind mit Recherchen derzeit aber noch beschäftigt, sodass die Polizei noch keinerlei Angaben über die Brandursache machen kann. „Wir ermitteln in alle Richtungen, zu klären sein wird, ob ein technischer Defekt oder eine fahrlässige Begehung Ursache war“, erklärte Knaup knapp. Näher definieren wollte er diese Angaben aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht.

Die Feuerwehr in der Gemeinde Kottmar ist unterdessen am späten Montagabend erneut in Alarmbereitschaft versetzt worden: Wenige Minuten vor 23 Uhr wurden die Kottmarsdorfer Kameraden alarmiert – es gab aber gar keinen Notfall, wie Gemeindewehrleiter Ralf Röhle gestern auf Nachfrage der SZ berichtete. Offenbar habe ein technischer Fehler vorgelegen, sodass ein Alarm ausgelöst wurde. „Wir wissen nicht, wie das passiert ist. Auch die Rettungsleitstelle kann sich das nicht erklären“, so Röhle.