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Neue Büros entstehen

Sachsenmilch stockt ein bestehendes Gebäude auf. Grund ist die steigende Zahl der Mitarbeiter.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Die Firma Sachsenmilch wächst und wächst. Nach zahlreichen Investitionen in den vergangenen Jahren will das Unternehmen weiter anbauen. Geplant ist die Errichtung von Büro- und Sozialräumen. Sie sollen in zusätzlichen Stockwerken auf einem bestehenden Gebäude eingerichtet werden. Die Gemeinde Wachau hat jetzt entsprechenden Plänen zugestimmt.

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Es ist geplant, ein dreigeschossiges Gebäude, dass sich zwischen der Molke-Anlage III und der Molkeanlage IV befindet, aufzustocken. Nach Angaben des Wachauer Bürgermeisters Veit Künzelmann (CDU) schafft die Firma für die gestiegene Zahl an Beschäftigten. Das Votum der Wachauer Gemeinderäte fiel einstimmig aus. Bedenken gab es lediglich wegen der Höhe des Bauwerkes. „Bleibt das Vorhaben innerhalb der jetzt festgelegten Grenzen oder wird es höher als die bestehenden Gebäude“, wollte CDU-Gemeinderat Helmar Heine vor der Abstimmung wissen. „Es geht über die Höhe der jetzigen Häuser nicht hinaus“, sagte Veit Künzelmann. Überhaupt befindet sich der Neubau in der Mitte des Werkskomplexes, sodass von außen nicht viel zu sehen sein wird.

Deutlich sichtbar ist dagegen der Bau der neuen Molkeanlage. Direkt gegenüber dem Haupteingang wächst ein imposantes Gebäude. Es ist knapp 40 Meter hoch und wird eine weitere Anlage zur Gewinnung von Eiweiß aus Molke beherbergen. Außerdem werden große Tanks errichtet, in denen die Molke gelagert wird. Sie stammt entweder aus der Produktion von Milchprodukten bei Sachsenmilch oder wird von anderen Betrieben zugekauft. Molke wurde noch vor einigen Jahren als Abfallprodukt aus der Käseherstellung kaum genutzt. Jetzt werden wichtige Rohstoffe daraus hergestellt: Eiweiß und Laktose. Sie werden unter hohem Druck über ein System aus Filtern und Zentrifugen aus der Flüssigkeit gewonnen. Das extrahierte Eiweißpulver wird unter anderem in Fitnessprodukten verarbeitet. Die Anlage soll im Frühjahr in Betrieb gehen.

In den vergangenen Jahren hat Sachsenmilch mehrere Hunderte Millionen Euro in den Standort Leppersdorf gesteckt. Unter anderem entstand ein modernes Gasturbinen-Kraftwerk für knapp 60 Millionen Euro. Um auf dem Werksgelände mehr Platz zu schaffen, will Sachsenmilch den Lkw-Parkplatz auf die Fläche vor dem eigentlichen Werksgelände verlegen. Bei der Firma Sachsenmilch arbeiten rund 2400 Menschen. Knapp einhundert sollen in diesem Jahr neu eingestellt werden.