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Radebeul

Neue Chance für Aussichtspunkt?

Das Rondell unterhalb vom Wasserturm ist geschlossen. Die Stadt will mit den neuen Besitzern ins Gespräch kommen.

Ein Tor versperrt die Aussicht neben dem Wasserturm.
Ein Tor versperrt die Aussicht neben dem Wasserturm. © Norbert Millauer

Radebeul. Seit über 100 Jahren konnten Leute dort hingehen und runtergucken, erklärte ein Radebeuler vor wenigen Tagen verärgert im Stadtrat. Gemeint war der Aussichtspunkt unterhalb vom Wasserturm, der seit gut einem Monat verschlossen ist. 

Die neuen Eigentümer, denen auch der darunter liegende Weinberg gehört, haben das Gelände mit Toren versehen. Der Bürger forderte im Stadtrat, Radebeul sollte von einem Gewohnheitsrecht Gebrauch machen, weil die Stelle immer öffentlich zugänglich war. Und sollte das nicht klappen, müsse die Stadt das Grundstück kaufen oder zumindest wieder pachten, sagte er.

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Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) erklärte dazu: „Sie sprechen uns aus dem Herzen, dass die Aussicht für die Bevölkerung erhalten bleiben sollte.“ Das Problem: Das Flurstück wurde in den 1990er-Jahren nicht öffentlich gewidmet, sondern zum Privatgrundstück gemacht. 

„Wir sind bemüht, mit den neuen Besitzern ins Gespräch zu kommen und wieder einen Pachtvertrag zu schließen“, sagte Wendsche. Die Eigentümer hatten das Rondell laut eigenen Aussagen verschlossen, weil dort regelmäßig sehr viel Müll herumlag und sie bei Unfällen auf dem Gelände haften würden.

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