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Radebeul

Neue Drehleitern für Feuerwehren

Radebeul beteiligt sich an einer Sammelbeschaffung mit anderen Gemeinden, um Geld zu sparen.

Die Radebeuler Drehleiter soll ersetzt werden.
Die Radebeuler Drehleiter soll ersetzt werden. © Norbert Millauer (Archiv)

Radebeul/Landkreis. Die Radebeuler Feuerwehren brauchen dringend eine neue Drehleiter. Der aktuelle Einsatzwagen mit ausfahrbarer Leiter gehört zu den ältesten Fahrzeugen in der Flotte. Um bei der Anschaffung Geld sparen zu können, tut sich die Stadt mit anderen Gemeinden zusammen. Wie der Stadtrat in dieser Woche beschlossen hat, wird Radebeul gemeinsam mit Radeburg, Riesa, Nossen und Königsbrück eine Sammelbeschaffung in Auftrag geben, die der Kreisbrandmeister angeregt hatte.

Der Hintergrund: Eine neue Drehleiter ist teuer, rund 700 000 Euro kostet so ein Fahrzeug. Vom Landratsamt gibt es eine Festbetragsfinanzierung in Höhe von 438 000 Euro für Fahrgestell, Aufbau und feuerwehrtechnische Beladung. Bestellen mindestens zwei Kommunen drei oder mehr komplett gleichartige Fahrzeuge, erhöht der Freistaat die Förderung um weitere 20 Prozent, also um rund 87 600 Euro. Denn es ist wirtschaftlicher, gleich mehrere gleich ausgerüstete Drehleitern zu ordern, als einzelne Unikate. Für die Gemeinden minimiert sich der Eigenanteil damit auf 175 000 Euro pro Fahrzeug.

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Für die Bestellung wurden zwei Arbeitsgruppen gebildet. In der einen sitzt je ein Feuerwehrkamerad aus den beteiligten Kommunen. Sie planen, welche Funktionen und Ausstattung die Fahrzeuge bekommen sollen. Die andere Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern der Verwaltungen, die sich um die Beantragung der Fördermittel kümmern. Das soll bis spätestens in einem Jahr passieren, damit die Fördermittel bis 2021 genehmigt werden. 2022, spätestens 2023 sollen die Einsatzwagen dann an die Gemeinden übergeben werden.

In Radebeul war die alte Drehleiter beispielsweise im Einsatz, als im Juli eine Hausfassade auf dem Friedrich-von-Heyden-Weg Feuer gefangen hatte und gelöscht werden musste.