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Neue Erdgas-Trasse geplant

Im Wilsdruffer Raum soll bis 2020 eine Doppelleitung verlegt werden. Doch zuvor sind Umweltgutachten notwendig.

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© ZB

Von Annett Heyse

Limbach/Birkenhain. Zwischen der A 4 bei Birkenhain und der Kreisgrenze hinter Mohorn wird der Bau einer neuen Leitung für Erdgas geplant. Es handelt sich dabei um eine Ferngastrasse, die im mecklenburgischen Vierow von einer zukünftig durch die Ostsee führenden Pipeline abzweigt. Zielpunkt in der Tschechischen Republik ist der Erdgasknotenpunkt bei Hora Svaté Kateriny (Sankt Katharinaberg). Die Verbindung mit dem Namen Eugal wird als Doppelleitung auf etwa 110 Kilometern Länge über sächsisches Gebiet verlaufen.

Im Wilsdruffer Raum soll die Gasleitung nahe Birkenhain die Autobahn unterqueren und dann westlich an der Struth vorbei weiter Richtung Helbigsdorf und Mohorn führen. Genau in dem Korridor verläuft bereits die Ostseeanbindungspipeline (Opal), die 2010 verlegt wurde und ebenfalls Erdgas von Mecklenburgs Küste bis zur tschechischen Grenze transportiert. Die neue Eugal-Rohrleitung soll parallel dazu in der Erde versenkt werden. Das Unternehmen Gascade Gastransport GmbH mit Sitz in Kassel tritt als Bauherr auf. Gascade rechnet damit, den ersten Strang der Doppelleitung bereits 2018 zu bauen und den zweiten anschließend bis Ende 2020 fertigzustellen.

Für die Baugenehmigung ist ein Planfeststellungsverfahren notwendig. Noch davor kommt ein Raumordnungsverfahren. Dieses läuft Mitte 2016 an, teilte die Landesdirektion kürzlich mit. Im Raumordnungsverfahren werden vor allem die Auswirkungen auf die Umwelt untersucht. Über die Zulässigkeit und die endgültige Gestaltung des Vorhabens werde im Raumordnungsverfahren noch nicht entschieden, heißt es aus der Landesdirektion Sachsen. Dazu ist dann das Planfeststellungsverfahren vorgesehen. Dieses wird voraussichtlich Mitte 2017 durchgeführt.