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Neue Ermittlungen im Mordfall „Katzen-Jule“

Der Mord an einer Rentnerin aus Nünchritz gibt auch noch nach zwölf Jahren Rätsel auf. Die Polizei verfolgt einen neuen Ansatz.

© Archiv/Lutz Weidler

Nünchritz/Dresden. Die Dresdner Morduntersuchungskommission ermittelt derzeit wieder aktiv im Fall Vera Marotz. Die 66-Jährige war am 20. Oktober 2004 gegen 2.15 Uhr in Nünchritz am Feldrand der Grödeler Straße tot aufgefunden worden. Derzeit werden Personen befragt, um die bisherigen Hinweise zu überprüfen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

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Personen, die in der Tatnacht in und um Nünchritz/Grödel unterwegs waren, stehen im besonderen Interesse. Frauen aber auch Männer, die einen Bezug zum Tatort haben, werden um die Abgabe einer DNA-Probe gebeten. Am Tatort waren damals die Spuren einer Frau gefunden worden. In den vergangenen Tagen wurden zudem Plakate mit einem Zeugenaufruf ausgehangen und an Anwohner verteilt.

Der Grund dafür, dass nun wieder verstärkt ermittelt wird, ist ganz pragmatisch. Chefermittler Volker Wichitill: „Im vergangenen Jahr hatten wir außergewöhnlich viel zu tun.“ Unter anderem der Mord an Anneli oder der Fall der getöteten Kellnerin aus Merschwitz hätten die Mordkommission beschäftigt. Besonders am Fall Marotz sei die Brutalität, mit der sie getötet wurde. „Dazu kommt, dass ausgerechnet sie eine besonders schutzbedürftige Frau war.“

Marotz lebte als Messie. Zeitweise beherbergte sie mehrere Katzen, was ihr den Spitznamen „Katzen-Jule“ einbrachte. Der Fall wurde mehrfach in Fahndungssendungen aufgegriffen. Von Frauen wurden inzwischen über 2 600 DNA-Proben erhoben. (SZ/vel)

Wer kann Hinweise u.a. zu in der Tatnacht in Nünchritz und Grödel begangenen Sachbeschädigungen geben? Hinweise bitte an: 0351 483 22 33