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Neue Förderkulisse

2020 ist die Innenstadt nicht mehr im Programm Denkmalschutz – Geld gibt es aber trotzdem.

© Kristin Richter

Von Birgit Ulbricht

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Großenhain. Der Topfmarkt, das Gesellschaftshaus oder die alte Poliklinik – sie alle liegen innerhalb des Stadtkerns und warten eines Tages vielleicht noch darauf, wieder zum Leben erweckt zu werden. Eine Förderung würde das attraktiver machen, doch das Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ läuft 2020 aus. Die Stadt hat deshalb jetzt eine sogenannte „Erhaltungssatzung“ über das Gebiet gelegt. Ein bürokratischer Akt, der dem ein oder anderen Bauherren aber bis zu 30 Prozent Fördergeld für bestimmte Arbeiten wie an Fenstern, Fassade, Hauseingangstür, Dach einbringen könnte. Wichtig ist, so Rathaussprecherin Diana Schulze, rechtzeitig mit der Stadt Kontakt aufzunehmen und denkmalschutzrechtliche Belange vorher mit den Behörden abzustimmen. Dass sich das fürs Stadtbild lohnen kann, dafür gibt es inzwischen etliche schöne Beispiele. Als Großprojekt wäre der Kirchplatz 5/6 (ehemals Predigerhäuser) zu nennen. Aber auch private Eigentümer sanieren ihr Haus auf Grundlage der Gestaltungssatzung. Geht man den Frauenmarkt entlang, kann man dies ganz deutlich erkennen, zum Beispiel ehemals Café Pietzsch oder Uhren-Majok. Ein aktueller Förderantrag liegt für die Gebäude Kirchplatz 7/Berliner Straße 3 vor. Ein Bauantragsverfahren ist gerade in Vorbereitung.

Ziel ist es, die innere und äußere Altstadt Großenhain zu schützen. Innerhalb dieses Stadtkerns bedürfen die Errichtung, der Abbruch, die Änderung und die Nutzungsänderung baulicher Anlagen unbedingt der Genehmigung. Ob die Änderungen mit der Gestaltungssatzung vereinbar sind, muss im Detail besprochen werden. Am Beispiel Frauengasse 16 lässt sich nachvollziehen, dass im Gespräch auch andere Festlegungen getroffen werden können.

Bearbeiterin ist Frau Schumacher, Telefon 03522 304252.