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Neue Gebühr auch für alte Karten

Der Preis für die Giro-Karten ist aufgrund einer neuen Funktion gestiegen. Doch längst nicht alle Kunden können diese nutzen.

© Symbolfoto: André Braun

Von Maria Fricke

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Döbeln. Mit dem Beginn des Jahres 2018 ist der Preis für die Giro-Karte der Sparkasse Döbeln gestiegen. Zahlten die Kunden bisher pro Jahr sieben Euro für das Stück Plastik, sind es seit 1. Januar 9,90. Den Preisanstieg hat die Sparkasse unter anderem mit der Weiterentwicklung neuer Zahlungsformen wie dem kontaktlosen Bezahlen und den damit verbundenen höheren Entwicklungs- und Produktionskosten begründet.

Doch längst nicht alle Kunden der Sparkasse haben schon eine neue Karte. „Meine Karte gilt noch drei Jahre“, sagte Klaus-Dieter Kulschewski aus Döbeln. Von der neuen Funktion hat er daher keinen Nutzen. Und zahlt trotzdem die um 2,90 Euro teurere Gebühr. Die Begründung der Preiserhöhung durch die Sparkasse mit der neuen Funktion kritisiert der Döbelner daher.

Die Sparkasse stellte auf Nachfrage noch einmal klar, dass die neue Gebühr für alle Kunden gilt, auch wenn diese noch keine neue Karte erhalten haben. „Der neue Preis gilt für alle Kunden, unabhängig vom Gültigkeitsdatum der Karte“, so Kati Kügler vom Vertriebsmanagement des Geldinstitutes. Darüber hinaus sei es nicht möglich, eine andere Karte ohne die neue Funktion zum alten Preis zu bestellen. „Alle neuen Karten sind automatisch mit der neuen Funktion ausgestattet.“

Kulschewski überlegt nun, seine Karte zurückzugeben, und so fast zehn Euro pro Jahr zu sparen. Denn er und seine Frau hätten ein gemeinsames Konto mit zwei Karten. Er benötige seine Karte lediglich für das Online-Banking. „Nicht genutzte Karten können von unseren Kunden jederzeit zurückgegeben werden“, sagte Kügler dazu. Im Fall von Gemeinschaftskonten empfiehlt Kügler dies jedoch nicht. „Da die Karten aufgrund der PIN personengebunden sind, hätte der Ehemann einen erschwerten Zugriff auf das gemeinsame Konto“, so die Begründung der Sparkassen-Mitarbeiterin.

Zudem seien Wechsel beim Sicherungsverfahren für das Online-Banking notwendig. Denn bisher nutzt der Kunde einen Tan-Generator, der an seine Karte gebunden ist. Weiterhin hätte der Ehemann keine Möglichkeit mehr, bargeldlos zu bezahlen, zum Beispiel per Lastschrift oder PIN an der Kasse. Darüber hinaus wäre er an der Kasse an Öffnungszeiten gebunden, um Ein- und Auszahlungen zu tätigen. Auf Kulschewski selbst würde jedoch nur der Wechsel beim Online-Banking zutreffen. Denn nur dafür nutze er seine Karte noch.