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Neue Hainbuchen für den Großen Garten

Gestern wurden zwei Bäume in der Tiergartenstraße und der Karcherallee gepflanzt. Das geht nur nach strengen Regeln.

Von Nora Domschke

Für die beiden neuen Bewohner greift der Gartenmeister des Großen Gartens sogar selbst zum Spaten. In der frischen Morgenluft hebt Helge Klügel gestern Morgen die Grube für die etwa fünf Meter hohe Hainbuche aus. An ihrem neuen Standort in der Tiergartenstraße, Höhe Leon-Pohle-Straße, wurde erst im März dieses Jahres eine etwa 80 Jahre alte Buche gefällt. „Sie war abgestorben“, sagt Klügel. „Wir wissen allerdings nicht, warum.“

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Nur dann, wenn tote Bäume im Großen Garten ihren Platz räumen, darf ein neuer Baum der gleichen Sorte am selben Ort gepflanzt werden. So schreibt es die Regel für die Gestaltung des Gartendenkmals vor. Dabei ist die Nachfrage unter den Dresdnern groß, erklärt Klügel. Viele Menschen spenden anlässlich einer Geburt oder einer Hochzeit Geld für einen neuen Baum. „Erst kürzlich feierte ein Dresdner seinen 50. Geburtstag, indem er zwei Kastanien im Wert von 800 Euro pflanzen ließ.“

Sensibilisieren fürs Klimaproblem

Nicht selten müsse er die spendewilligen Baumfreunde vertrösten, bis wieder Platz für eine Neupflanzung ist. Die beiden frei gewordenen Standorte der alten Hainbuchen sicherte sich nun die Dresdner private Initiative TreeDD, die sich für den Klima- und Umweltschutz einsetzt. Organisiert wurde die gestrige Aktion von der Gründerin Ingrid Voigtmann. Seit 2011 engagiert sie sich für mehr Grün in Dresden, sucht seitdem Geldgeber für neue Bäume in der Stadt. Nicht nur für den Großen Garten. „Wir machen die Dresdner mit den Aktionen auf das Klimaproblem aufmerksam“, sagt sie. Ihr nächstes Projekt ist die Bepflanzung einer städtischen Fläche zwischen Uhland- und Franklinstraße. 44 Bäume, darunter Rot- und Hainbuchen, sollen das Areal attraktiver machen. Zwei davon wurden in diesem Frühjahr gepflanzt, in den kommenden Wochen folgen elf weitere.

Für die zwei Hainbuchen im Großen Garten sprach Voigtmann die Fielmann AG an, die sich seit Jahrzehnten finanziell an der Aufforstung in städtischen Wäldern und Parks beteiligt. Für die beiden Nachpflanzungen in Dresdens größter Parkanlage bezahlt das Unternehmen 480 Euro. Über diese Unterstützung freut sich auch Gartenmeister Klügel. 2014 investierte der Freistaat 23.000 Euro für Neupflanzungen im Großen Garten.

Mehr Informationen unter www.treedd.de.

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