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Deutschland & Welt

Neue Hitzewelle könnte Rekorde brechen

Im vorigen Jahrhundert wurden in Deutschland nur einmal 40 Grad gemessen. Jetzt wird das offenbar zur Regel.

Im vergangenen Jahrhundert wurden nur in einem einzigen Sommer – und zwar im Jahr 1983 – die 40,0 Grad erreicht. © Frank Rumpenhorst/dpa (Symbolfoto)

Offenbach. Mit Temperaturen von bis zu 41 Grad steht Deutschland eine enorme Hitzewelle bevor. Laut Deutschem Wetterdienst könnten bereits am Mittwoch in einigen Orten im Westen – im Raum Duisburg sowie im Saarland und an der Mosel – bis zu 40 Grad erreicht werden. „Am Donnerstag wird es dann nochmals ein Stück heißer“, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. Mit Werten von bis zu 41 Grad im Ruhrgebiet, Saarland und im Moseltal könnte es ein historischer Hitzetag werden. Denn dann könnte auch der bisherige Rekord von 40,3 Grad fallen, der 2015 im bayerischen Kitzingen aufgestellt worden war.

„Wenn die Modelle recht haben, werden wir mehrfach den bisherigen Rekord brechen“, sagte Friedrich. Maßgeblich verantwortlich für die Hitze ist Hoch Yvonne, das für sonniges und zumeist wolkenloses Wetter sorgt und von Süden und Südwesten subtropische Luft nach Deutschland bringt. Hieß es zunächst, dass es am Freitag etwas kühler wird, ist nun wohl erst am Samstag ein leichter Temperaturrückgang in Sicht. Im Raum Köln und Duisburg könnte es sogar erstmals drei Tage am Stück 40 Grad heiß werden. „Das wäre eine Sensation und ein Stück deutsche Klimageschichte“, sagte Friedrich. Bislang hätte es nur an einzelnen Tagen solche hohen Werte gegeben.

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Die Entwicklung sei beunruhigend und mache die Klimaerwärmung deutlich. „Wir beobachten, dass die Hitzerekorde in den letzten Jahren klar zunehmen“, sagte der DWD-Experte. Im vergangenen Jahrhundert wurden den Angaben zufolge nur in einem einzigen Sommer – und zwar im Jahr 1983 – die 40,0 Grad erreicht. „Mit den prognostizierten Temperaturen für die nächsten Tage werden wir in diesem Jahrhundert bereits zum dritten Mal nach dem Jahrhundertsommer 2003 und dem Hitzerekord 2015 die 40-Grad-Marke erreichen“, sagte Friedrich. „Daran wird eindeutig die Klimaerwärmung sichtbar.“

Laut dem DWD ist die Durchschnittstemperatur in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 um etwa 1,3 Grad gestiegen. „Hitzewellen, wie es sie jetzt Ende Juni gegeben hat, sind fünfmal wahrscheinlicher als noch vor 50 Jahren“, sagte Friedrich.

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Vor rund vier Wochen war nahezu ganz Deutschland bei einer großen Hitzewelle ins Schwitzen geraten. Damals wurde der bisherige Juni-Rekord aus dem Jahr 1947 mehrfach geknackt. Insgesamt handelte es sich um den wärmsten und sonnigsten Juni seit Beginn flächendeckender Messungen.

Auch Frankreich und Belgien wappneten sich für extreme Hitze. In der französischen Hauptstadt Paris gelten seit Dienstag wegen der hohen Ozonbelastung Fahrverbote. In der Stadt sollen es dem Wetterdienst zufolge am Donnerstag sogar bis zu 42 Grad werden. (dpa)

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