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Neue Hoffnung für Lithiumabbau

Solarworld sucht Partner für sein Projekt im Osterzgebirge. Jetzt laufen neue Gespräche, auch über eine Finanzbeteiligung.

© Visualisierung durch BBF Baubüro Freiberg GmbH

Von Franz Herz

Zinnwald. Der Solarworld Konzern ist im Gespräch mit Partnern für sein Lithium-Projekt im Osterzgebirge, wie Armin Müller mitteilte. Er ist Geschäftsführer der Solarworld Solicium GmbH in Freiberg, die im Konzern für das Vorhaben verantwortlich ist. Solarworld sucht ein Unternehmen, das beim Abbau des lithiumhaltigen Gesteins in Zinnwald, bei dessen Aufbereitung und bei der Entwicklung der chemischen Prozesse mitarbeitet. Es geht dabei vor allem auch um eine finanzielle Beteiligung an dem Vorhaben. Müller erwartet, dass bis Ende des Jahres eine Entscheidung über eine mögliche Beteiligung fällt.

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Solarworld hat 2012 vom Sächsischen Oberbergamt die Erlaubnis bekommen, die Lithium-Vorräte in Zinnwald zu erkunden. Danach hat das Unternehmen die Lagerstätte nach dem europäischen Standard Perc bewertet und beschrieben. Gleichzeitig begannen Studien an der Bergakademie Freiberg zur Entwicklung neuer Aufbereitungsmethoden. 2014 waren diese Arbeiten abgeschlossen. Seitdem ist Solarworld auf der Suche nach einem Partner.

Trotzdem die Rohstoffpreise allgemein nicht steigen, ist die Lithiumbranche zuversichtlich. Denn das Material ist wichtiger Bestandteil von Akkus. Diese werden weltweit immer gefragter, sei es für Elektroautos, für andere mobile Anwendungen oder als Speicher für unregelmäßig anfallenden Strom aus Sonne und Windkraft. Da ergeben sich für Solarworld auch Synergieeffekte mit seinem Kerngeschäft, der Produktion von Photovoltaikanlagen.