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Neue Idee für die Technikumallee

Baumstümpfe, Jungbäume und alte Eichen stehen derzeit an der Allee. Wie wird das wieder einheitlich gestaltet?

© Egbert Kamprath

Von Franz Herz

Dippoldiswalde. Die Technikumallee ist eine schöne Verbindung für die Fußgänger von der Dippoldiswalder Innenstadt zur Unterstadt. Ihr Name steht auch für einen gewissen Anspruch. Zu einer Allee gehören Bäume. Am schönsten sieht das aus, wenn diese im gleichen Abstand und der gleichen Höhe an der Straße stehen. Doch das ist derzeit nicht der Fall.

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Ende letzten Jahres sind acht Roteichen und eine Stieleiche gefällt worden, weil sie von Pilzen befallen waren und die akute Gefahr bestand, dass abgestorbene Äste herunterstürzen. Nun bietet die Allee ein etwas kahles Bild. Aber das ist auch eine Chance, sie insgesamt neu zu gestalten. Denn ohne Zweifel sollen anstelle der gefällten Eichen neue Bäume gepflanzt werden. Darüber diskutierte der Ortschaftsrat Dippoldiswalde auf seiner jüngsten Sitzung mit Vertretern der Stadtverwaltung, dem Beigeordneten, Peter Antoniewski, und der Abteilungsleiterin Bau, Simone Ullrich-Braune.

Nun stehen noch drei alte Bäume, die der Pilz bisher verschont hat. Vier junge Bäume wurden schon gepflanzt. Neun Baumstümpfe sollen im Laufe dieses Jahres abgefräst werden und durch neue Bäume ersetzt werden, wie Peter Antoniewski ankündigte. Das wären dann drei verschiedene Generationen von Bäumen. „Das ergibt doch kein Bild. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen“, sagt der Dippoldiswalder Ortsvorsteher René Schlechter (CDU) dazu.

Es gibt aber auch eine ganz neue Überlegung. Antoniewski sprach an, dass es wahrscheinlich sinnvoller wäre, die neuen Bäume nicht mehr oben an der Allee zu pflanzen, sondern unten am Fuße des Dammes. Dafür sprechen mehrere Gründe. Die Technikumallee ist kein natürlicher Boden, sondern ein aufgeschütteter Damm. „Ton, Erde, Schutt sind dort abgelagert worden“, beschreibt Schlechter, was dort liegt. Das ist kein optimaler Untergrund für ein gesundes Baumwachstum. Außerdem liegen in der Allee eine Reihe von Versorgungsleitungen und ein Abwasserkanal. Wenn neue Bäume gepflanzt werden und deren Wurzeln sich ihre Wege suchen, kann es zu Konflikten mit diesen Leitungen kommen. Deshalb ist es eine Überlegung, neue Bäume am Fuß des Dammes zu pflanzen. Vielleicht stehen sie dort auch besser. Denn die Eichen, die vergangenes Jahr gefällt werden mussten, waren rund 70 bis 90 Jahre alt, eigentlich kein Alter für einen solchen Baum. Das kann auch am Standort liegen.

Deswegen sollen auch keine Roteichen mehr an die Technikumallee gepflanzt werden, sondern Bäume, die etwas anpassungsfähiger sind. Denn die Eichen sind gegen Kälte empfindlich.

Ein Gutachter hat den drei verbliebenen alten Bäumen ohnehin kein langes Leben mehr bescheinigt: fünf bis zehn Jahre. Antoniewski stellte in Aussicht, dass eventuell diese auch noch gefällt werden, wenn im Herbst wieder Fällzeit ist. Dann könnte eine Gesamtlösung für die Technikumallee geschaffen werden, die dem Namen dieser Straße gerecht wird und ein schönes Bild ergibt.

Derzeit passiert hier aber noch nichts. Voraussetzung für alle weiteren Arbeiten ist, dass die Stadt ihren Haushaltsplan für das laufende Jahr auf die Reihe bekommt und dann Geld hat, um die Wurzelstöcke entfernen zu lassen und neue Bäume zu kaufen.