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Neue Lampen für die Sporthalle

Vorwärts Döbeln hat Fördergeld beim Kreis beantragt. Insgesamt stehen für die Sportförderung 150 000 Euro bereit.

© Dietmar Thomas

Von Tina Soltysiak

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Döbeln. Der Austausch der alten Neonröhren ist umständlich. „Außerdem gehen sie relativ schnell kaputt und verbrauchen eine Menge Strom“, erzählt Christin Dorbert. Sie ist beim Döbelner SV Vorwärts unter anderem für die Beantragung von Fördergeld zuständig. Die alten Lampen sollen weg und durch LED-Technik ersetzt werden. „Die Kosten für die Umrüstung betragen rund 124 900 Euro“, sagt Christin Dorbert. Langfristig verspricht sich der Verein davon sowohl Energie- als auch Materialkosteneinsparungen. Beim Landkreis hat sich der Verein deshalb um einen Zuschuss in Höhe von rund 25 000 Euro beworben. Die Antragsfrist endete am 31. Januar.

„Dieses Jahr wurden von elf Sportvereinen aus dem Landkreis Mittelsachsen konkretisierte Anträge fristgerecht zur investiven Sportförderung, also dem Sportstättenbau, eingereicht.“ Das hat Landkreissprecherin Cornelia Kluge auf DA-Anfrage mitgeteilt. Darunter seien drei Vereine aus dem Altkreis Döbeln.

„Im Förderjahr 2016 stehen für die investive Sportförderung 150 000 Euro zur Verfügung. Rund 20 000 Euro sind davon für die Bezuschussung von Sportgeräten vorgesehen. Etwa 130 000 Euro stehen für Projektförderung zum Sportstättenbau zur Verfügung“, erklärt Cornelia Kluge. Außer dem SV Vorwärts hat sich auch der SV Aufbau Waldheim um finanzielle Unterstützung beworben. Das Geld werde dringend für einen Neubau von Kabinen und Duschen am Standort Richzenhain benötigt, sagt der amtierende Präsident Lutz Schmidt. Es gebe einfach zu wenige Umkleidemöglichkeiten und Duschgelegenheiten. „Doppelveranstaltungen sind kaum möglich. Die Heim- und Gästemannschaften müssen sich eine Dusche teilen. Wenn die Kinder und Jugendlichen nacheinander spielen, wird es auch eng“, erklärt er.

Modellprojekt in Döbeln

Dort, wo jetzt noch ein alter Schuppen steht – „der ist undicht, modert, fault und stink“, so Schmidt – solle der Neubau errichtet werden. Abriss und Neubau solle im ersten Bauabschnitt rund 125 000 Euro kosten. „Beim Land haben wir einen Zuschuss von 40 Prozent, beim Kreissportbund von 30 Prozent und bei Stadt Waldheim von 20 Prozent beantragt“, erzählt er. Die Zusage seitens der Stadt gebe es schon und den verbleibenden Eigenanteil hätte der Verein ebenfalls zusammen. Ist der erste Abschnitt fertig, gibt’s zunächst zwei neue Kabinen und Duschen. Für den zweiten Bauabschnitt solle dann in etwa vier Jahren erneut ein Antrag gestellt werden.

Nicht alle Anträge werden auch bewilligt. Das zeigt die Bilanz für das vergangene Jahr. Da wurden sechs von 13 abgelehnt. An den anderen hat sich der Kreis durchschnittlich mit 23 Prozent der Gesamtkosten beteiligt. Auch 2015 hatte der Döbelner SV Vorwärts Geld bekommen – „und zwar reichlich 16 700 Euro für den Ausbau von Sicherheitsmaßnahmen der Sporthalle an der Burgstraße“, erklärt Landkreissprecher André Kaiser. Fast doppelt so viel ist dem Döbelner Sportclub 02/90 zugesprochen worden. Von dem Geld ist ein Mehrgenerationensportplatz entstanden. Der hat laut Kreisverwaltung insgesamt rund 124 000 Euro gekostet und wurde Anfang August eingeweiht. Volker Dietzmann, Präsident des Kreissportbundes, hatte geäußert, dass dieser Mehrgenerationensportplatz zum damaligen Zeitpunkt einmalig in Mittelsachsen gewesen sei.

„Die Maßnahmen werden nicht nur von der Kreisverwaltung unterstützt, sondern auch durch die Co-Finanzierung des Freistaates und der Gemeinden“, erklärt André Kaiser. Innerhalb der investiven Sportförderung sei außerdem die Anschaffung von Sportgeräten unterstützt worden. „19 Vereine erhielten einen Zuschuss. Insgesamt wurden vom Landkreis Mittelsachsen 13 125 Euro bewilligt“, ergänzt der Sprecher.