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Neue Mieten für Sozialwohnungen

Die Kosten der Unterkunft von Hartz-IV-Empfängern wurden angepasst.

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© Symbolfoto: dpa

Von Maria Odrig

Meißen. Die Bruttokaltmieten für Arbeitslosengeld-II-Empfänger im Landkreis Meißen wurden neu berechnet. Das steht in einer vom Landratsamt erarbeiteten Vorlage für den Kreistag, über die die Kreisräte am 1. September abgestimmt haben. Der Beschlussvorschlag wurde angenommen.

Für diesen Vorschlag hat die Hamburger Firma Analyse & Konzepte den Wohnungsmarkt in der Umgebung untersucht und aktuelle Richtwerte zur Bruttokaltmiete im Landkreis ermittelt. Wie im Beschlussvorschlag nachzulesen war, müssen aller vier Jahre aktuelle Daten erhoben werden. Die verschiedenen Gebiete im Landkreis werden dabei zu Vergleichsräumen zusammengefasst, die von der Miete her weitgehend homogen sind. Außerdem wird jeder Wohnungsmarkttyp, abhängig von der Anzahl der Personen, die dort untergebracht werden können, unterschieden. Diese Änderung trat am 1. September in Kraft. In den meisten Gemeinden wurden die Kosten für die Unterkunft erhöht.

In den Städten Coswig und Meißen zum Beispiel beträgt die Bruttokaltmiete für Arbeitslosengeld-II-Empfänger jetzt deutlich mehr. Durfte eine Wohnung für eine vierköpfige Familie in Meißen bis vor Kurzem nur maximal 398,66 Euro kosten, erhöht sich der Betrag auf 497,25 Euro. Im Schnitt steigen die Kosten der Unterkunft damit in diesem Gebiet über alle Wohnungsgrößen gerechnet um rund 51 Euro. Einzig die Grenzen der Bruttokaltmieten für Wohnungen mit mehr als fünf Bewohnern wurden leicht heruntergesetzt.

Einen Sonderfall bildet jedoch die Gemeinde Klipphausen. Wurden die Kosten der Unterkunft für Hartz-IV-Empfänger sonst in allen Städten und Gemeinden des Landkreises Meißen erhöht, so sind sie hier gesunken. Durfte eine Wohnung für fünf Personen bisher noch 557,10 Euro kosten, so beträgt die maximale Bruttokaltmiete ab 1. September nur noch 475,00 Euro. Das ist ein Minus von über 82 Euro. Auf SZ-Nachfrage teilte Kerstin Thöns, Pressesprecherin des Landratsamts Meißen, mit, dass sich der Vergleichsraum geändert habe. „Die ursprüngliche Vergleichsraumbildung im alten Konzept war ein Kritikpunkt seitens des Sozialministeriums, so dass hier auch Änderungsbedarf bestand“, so die Pressesprecherin. Wurde das Mietniveau in Klipphausen bisher mit dem in Radeburg und Moritzburg gleichgesetzt, ist Klipphausen nun mit der Lommatzscher Pflege in demselben Vergleichsraum. Moritzburg und Radeburg haben die Region Klipphausen hochgezogen, so Thöns.

Eine ausführliche Tabelle dazu finden Sie unter diesem Link: https://sz-link.de/Wohnkosten