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Neue Navis für schnellere Hilfe

© Symbolbfoto/Marko Förster

Noch ist jeder fünfte Rettungswagen in der Region zu langsam. Die Johanniter in Heidenau wollen das ändern.

Heidenau. Jeder fünfte Rettungswagen im Landkreis ist zu langsam. Das hat verschiedene Ursachen. An der Technik jedenfalls soll es zumindest bei den Johannitern in Heidenau nicht mehr liegen. Hier wurden jetzt neue Navigationsgeräte in den Fahrzeugen in Betrieb genommen. Mit dem Einbau der neuen Lardis-Geräte werden bei Alarmierung durch die Rettungsleitstelle Dresden die einsatzbezogenen Koordinaten auf das Gerät übertragen. Die Route zum Einsatzort ist somit bereits gespeichert, es entfällt das Eingeben der Daten. Zur technischen Einweisung waren auch die Leiter weiterer Rettungswachen im Landkreis eingeladen. Ausgangspunkt für die Überlegungen der Johanniter waren die gesetzlichen Ausrückzeiten und Fristen. In Sachsen sind für die reine Fahrzeit zum Einsatz zehn Minuten vorgesehen, je eine Minute kommt für die Anforderung eines Rettungswagens durch die Dresdner Rettungsleitstelle nach Ende des Notrufs hinzu sowie eine Minute für das Ausrücken des Wagens. Mit dem Leiter der Heidenauer Rettungswache, dem Regionalvorstand und dem Technikpartner wurde überlegt und die Lösung in Form der neuen Geräte gefunden.

„Durch die neue Technik können wir unsere Zeiten jetzt verbessern“, sagt Nicole Torma, Bereichsleiterin Rettungsdienst im Johanniter-Regionalverband Dresden. Minuten entscheiden bei einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder Verkehrsunfall. Mit den neuen Navis werden die Sanitäter jetzt hoffentlich schneller vor Ort sein. (SZ/sab)