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Neue Pläne für alte Schlösser

Extremwetter hat Sachsens Schlössern, Burgen und Gärten 2013 einen Einbruch der Besucherzahlen beschert. Doch es gibt neue Pläne, die das Minus wieder wettmachen sollen.

© dpa

Dresden. Ein langer Winter, die Flut im Juni und ein teilweise verregneter Sommer haben den Schlössern, Burgen und Gärten in Sachsen im vergangenen Jahr einen deutlichen Einbruch der Besucherzahlen beschert. Wie der Chef des Staatsbetriebes, Christian Striefler, am Dienstag in Dresden mitteilte, kamen 2013 knapp 1,6 Millionen Gäste in die 11 Schlossbetriebe, rund 230.000 weniger als im Jahr zuvor. Laut Striefler sind dadurch rund 500.000 Euro an Einnahmen entgangen. Die Schäden der Flut seien mittlerweile fast überall beseitigt.

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Der 2013 neu organisierte Staatsbetrieb wies laut dem Bericht im vergangenen Jahr Erträge von rund 9,15 Millionen Euro aus, die Kosten lagen bei knapp 20 Millionen Euro. Davon entfielen etwa 10,9 Millionen Euro auf die Bezahlung der rund 200 Mitarbeiter und bis zu 80 Saisonkräfte und rund 9 Millionen Euro auf Sachkosten. Der Zuschussbedarf lag bei 10,7 Millionen Euro.

Besucheransturm auf Rochlitz

Doch nicht überall sind die Besucher weggeblieben. Auf Schloss Rochlitz (Mittelsachsen) etwa hat sich deren Zahl von 22.500 auf etwa 42.750 fast verdoppelt. Ohne die Witterungsextreme wäre dem Haus eine zweiwöchige Schließung während des Hochwassers erspart geblieben und der Zuspruch womöglich noch höher ausgefallen, hieß es. Als Grund nannte Striefler die Neueröffnung des Hauses nach jahrelanger Sanierungszeit sowie eine neue Ausstellung zur Schlossgeschichte.

Höhepunkt dieser Saison ist die Ausstellung „Eine starke Frauengeschichte - 500 Jahre Reformation“ (1. Mai bis 31. Oktober) ebenfalls auf Schloss Rochlitz. Die vier Millionen Euro teure Ausstellung mit ihren rund 300 Exponaten - Gemälden, Möbeln, Briefen sowie Alltagsgegenständen des 16. Jahrhunderts - habe das Niveau einer Landesausstellung, sagte Striefler. Zur Eröffnung werden unter anderen Ex-Bischöfin Margot Käßmann und Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) erwartet.

Für Liebhaber des Märchenfilms „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gibt es in Schloss Moritzburg bei Dresden ab nächster Saison ein Wiedersehen mit der deutsch-tschechischen Koproduktion. Aschenbrödel und ihr Märchenprinz erhalten im kommenden Jahr neue, eigene Räume für eine Dauerausstellung. In den vier Monaten des vergangenen Herbstes und Winters kamen etwa 156.000 Gäste. Das sei einer der besten Werte der vergangenen Jahre, sagte Striefler.

Orangen für den Zwinger

Derzeit wird bei den Burgen, Schlössern und Gärten laut Striefler in einem Volumen von etwa 17 Millionen Euro investiert. Schloss Moritzburg habe schon eine neue Gastronomie. Im Park des Schlosses Pillnitz bei Dresden ist der Lustgarten mit Fontäne und Sandsteinbrunnen saniert worden. Die Anlage begrüßt die Besucher nun wieder in der historischen Gestalt um 1870 mit einer computergesteuerten Fontäne, die bis zu 15 Meter in die Höhe schießen kann. In dem Park wird am 13. April die neue Saison eröffnet.

In der Festung Dresden werden letzte Hochwasserschäden beseitigt. Und für den Dresdner Zwinger wurden rund 100 Orangenbäumchen angeschafft, die irgendwann im Innenhof aufgestellt werden sollen - nach Bauarbeiten. Denn derzeit sehe es dort aus wie auf einem Bauhof, sagte Striefler. (dpa)

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