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Neue Pläne für den Kändlerpark

Nach Streitigkeiten über die verdeckten Blickbeziehungen zur Burg, verfolgt die Stadt jetzt einen anderen Ansatz.

© Claudia Hübschmann

Meißen. Kändlerpavillon statt Bennoblick. Mit dieser veränderten Bezeichnung will das Stadtbauamt zukünftig einen anderen Ansatz bei der Verbesserung der Aufenthaltsqualität im Kändlerpark realisieren und den Streit um den Umbau beenden.

Nachdem der Bauausschuss der Stadt zunächst einstimmig für eine Aussichtsplattform mit Blickbeziehungen zur Albrechtsburg als auch ins Elbtal votierte, stimmte der im Juni dann doch dagegen. Streitpunkt war der durch eine große Esche verdeckte Blick in Richtung Burg, wodurch das ursprüngliche Konzept so nicht mehr tragbar gewesen ist. Da die Esche keinesfalls gefällt werden dürfe, beauftragte der Ausschuss die Verwaltung damit, hier noch einmal neu zu planen. Die Ansätze dazu stellte Stadtbauamtschef Dirk Herr kürzlich im Stadtrat vor.

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Demnach solle sich bei den Umbauarbeiten mehr auf das Thema Porzellan und den Modelleur Johann Joachim Kändler (1706-1775) konzentriert werden, nicht mehr auf den Schwerpunkt Blickbeziehung. Deshalb trägt das Projekt nun auch nicht mehr den Namen Bennoblick. Die Konzentration solle laut Herr nun auf der Geschichte des Porzellans liegen.

So könnten im Park etwa Entfernungsanzeigen zur Porzellan-Manufaktur, zur Albrechtsburg oder zur Ohmschen Villa angebracht werden. Auch Stätten ehemaliger Porzellanproduktion in und um Meißen sollen berücksichtigt werden. Insgesamt solle „die unangenehme Ecke“ Kändlerpark bis Herbst verschönert werden – mit neuem konzeptionellen Ansatz, so Herr. Der konkretisierte Ansatz soll im September vorgestellt werden. (SZ/mhe)