merken

Neue Pläne fürs Gewerbegebiet Nordwest

Die Firma Heiche will sich erweitern, Aldi plant einen Umzug. All das muss vorher auch auf dem Papier stehen.

© Dietmar Thomas

Von Heike Heisig

Leisnig. Ab kommendem Montag können sich Interessierte den ersten Änderungsentwurf des Bebauungsplanes 1 A anschauen. Dieser betrifft das Gewerbegebiet Nordwest. Dazu gehören Flächen an der Umgehungsstraße. Auf der einen Straßenseite handelt es sich um das Areal zwischen der Colditzer Straße und der Ersatzpflanzungsfläche unterhalb der Straßenbaufirma. Auf der anderen Straßenseite ist der Gorschmitzer Weg die obere Begrenzung. Das Plangebiet umfasst die dort ansässigen Gewerbebetriebe und endet an den Obstplantagen am Ortsausgang der Stadt. Bis zum 2. Februar liegen die Unterlagen im Zimmer 46 des Rathauses aus. In diesen vier Wochen ist auch Zeit, Hinweise und Einsprüche zu Protokoll zu geben. Die Stadträte werden sich dann erneut mit den Plänen beschäftigen.

Anzeige
Hoffnung auf weiße Weihnachten?
Hoffnung auf weiße Weihnachten?

Ob mit oder ohne Schnee - sächsische.de bietet Tipps und Tricks für eine gemütliche Weihnachtszeit!

Die Änderungen sind Voraussetzung dafür, dass Firmen geplante Erweiterungen realisieren können. „Wir haben ein großes Interesse an der Entwicklung ansässiger Gewerbebetriebe“, sagte Bauamtsleiter Thomas Schröder, als die Räte die Pläne zur Auslegung verabschiedet haben. Als Beispiel nannte er die Firma Heiche. „Aus produktionsbedingten Prozessen heraus kann sie nicht beliebig auf einem externen Grundstück bauen“, so die Verwaltung. Daher müsse mit den Planänderungen die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich das Unternehmen, das sich mit Oberflächenbehandlungen beschäftigt, am jetzigen Standort erweitern kann.

Gebaut werden soll ebenso zwischen dem neuen Rewe-Markt und der Telekom-Immobilie. Dort will Aldi einen neuen Markt errichten. „Wir planen einen modernen Markt auf technisch aktuellstem Stand“, bestätigt Marco Krahl, Leiter Immobilien und Expansion bei der Aldi Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG. Dieser verfüge neben LED-Technik und Photovoltaikanlage ebenso über eine sogenannte CO2-Integralanlage, die die Abwärme der Kühlmöbel zum Beheizen nutzt. „Die vollautomatische Lüftungsanlage steuert den notwendigen Luftaustausch. Unter Einbezug weiterer Maßnahmen kann der Markt an sonnigen Tagen selbstständig betrieben werden“, veranschaulicht Marco Krahl. Nach seinen Worten sei sich Aldi seiner Nachhaltigkeitsverantwortung bewusst und wolle daher Vorreiter auf dem Weg zur energieneutralen Verkaufsstelle sein.

Wann genau Baustart ist, weiß er noch nicht. Dafür müssen auch die bürokratischen Voraussetzungen geschaffen sein. Fest steht allerdings schon: Der bisherige Markt wird erst geschlossen, wenn der neue in Betrieb ist. Auf Aldi müssten die Kunden zu keiner Zeit verzichten, so Krahl.

Außer den Planänderungen zur Flächennutzung wird es auch Ergänzungen zur Infrastruktur geben. Geplant ist der Bau einer rückwärtigen Straße hinter Rewe. Die Gärten bleiben erreichbar.