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Dresden

Neue Röhren für Pieschens Unterwelt

Auf rund 300 Metern wurde der Hauptkanal saniert. Wann die Kötzschenbroder Straße in Dresden wieder freigegeben werden kann. 

Mittlerweile ein fast schon vertrautes Bild: die gesperrte Kötzschenbroder Straße.
Mittlerweile ein fast schon vertrautes Bild: die gesperrte Kötzschenbroder Straße. © Mirko Jakubowsky

Spätestens Ende März kommenden Jahres soll die Kötzschenbroder Straße wieder freigegeben werden. Das teilt Investitionschef Torsten Seiler von der Stadtentwässerung mit. Vom Ballhaus Watzke bis zum Ende der Flutrinne wird dort der Neustädter Hauptkanal auf einer Länge von etwa einem Kilometer erneuert. Deshalb ist die Kötzschenbroder Straße seit Dezember vergangenen Jahres außer für Anlieger gesperrt, was vor allem anfangs für viel Ärger bei den Pieschenern sorgte. Der Bau hatte sich verzögert, da die Montage der Abwasser-Ersatzleitung viel länger dauerte. Doch im August konnte damit begonnen werden, den Kanal zu sanieren. Denn seit Juli fließt Abwasser durch die Ersatzleitung.

In die bis zu 2,5 Meter hohe Röhre kommen Segmente aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die je nach Neigung des Kanals zwischen zwei und vier Metern lang sind. Auf einem motorbetriebenen Wagen werden sie eingeschoben. Das längste davon bringt etwa drei Tonnen auf die Waage. Von sechs Baugruben aus werden die Teile in den Kanal verbracht und zusammengefügt. Begonnen wurde damit an der Grube im Bereich der Flutrinne. Jetzt werden die Rohre schon aus anderen Gruben in den Kanal geschoben. „Derzeit läuft es so gut, dass wird hoffen, noch früher fertig zu werden“, sagt Investitionschef Seiler.

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Das Verfahren kann eingesetzt werden, da der Neustädter Abfangkanal hier groß genug ist und genügend Reserven hat, sodass die Rohre eingeschoben werden können. Dadurch muss nicht die gesamte Straße aufgegraben werden, um neue Betonröhren zu verlegen. Außerdem spart die Stadtentwässerung Millionen. Die Bauarbeiten sollen rund 7,4 Millionen Euro kosten. Danach kommt ab Sommer 2020 der letzte, 1,5 Kilometer lange Abschnitt des Neustädter Abfangkanals von der Flutrinne bis zum Klärwerk an die Reihe. (SZ/phi)