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Dresden

Neue Sandsteine für die Augustusbrücke

Die Bögen sind komplett freigelegt. Jetzt werden die ersten kaputten Steine ersetzt.

An der Augustusbrücke in Dresden geht es voran.
An der Augustusbrücke in Dresden geht es voran. © Peter Hilbert

Die Augustusbrücke ist schon 109 Jahre alt. Das bekommen die Bauleute bei der Sanierung zu spüren. Die elbaufwärts liegende Hälfte ist im August fertig geworden. Seitdem arbeiten Spezialisten der Firma Hentschke Bau auf der anderen Brückenseite. 

Die Bögen sind freigelegt. Begonnen haben bereits die Sandsteinarbeiten, erklärt Brücken-Abteilungsleiter Andreas Gruner vom Straßenbauamt. Dieses traditionelle sächsische Material war schon auf der ersten Brückenhälfte stärker beschädigt als erwartet. Dort mussten viel mehr Sandsteine von Brüstungen, Konsolen und Sichtflächen erneuert werden als geplant. Statt 160 waren es 350 Kubikmeter.

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Das ist auch am elbabwärts liegenden Pendant nicht anders, wie an den ersten Bögen auf der Altstädter Seite für Passanten sichtbar wird. Dort mussten mehrere stark beschädigte Konsolsteine an den Bogen-Stirnflächen ersetzt werden.

Die alten Steine wurden vor dem Ausbau genau vermessen und nummeriert, sodass sie detailgetreu wieder eingebaut werden können. Kaputte Steine werden repariert. Erst wenn das nicht möglich ist, werden sie ersetzt. Mit ihrer hellbraunen Farbe sind die neuen Konsolsteine in der Reihe auf den Bögen der Augustusbrücke gut sichtbar. Bei dem traditionsreichen Material handelt es sich um Postaer Sandstein aus der Sächsischen Schweiz. Er besitzt auch für tragende Teile die nötige Festigkeit und ist frostbeständig. Gebrochen wird er in den Steinbrüchen der Sächsischen Sandsteinwerke in der Lohmener Mühlleite und bei Dorf Wehlen.

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Die Sanierung der Augustusbrücke hatte im April 2017 begonnen. Eigentlich sollte sie bereits dieses Jahr fertig werden. Doch die Arbeiten haben sich erheblich verzögert. Die Stadt begründet das unter anderem mit dem großen Aufwand. Geplant ist, dass die Sanierung im Sommer 2021 beendet wird. 

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