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Dresden

Neue Schwimmhalle auch für Striesen?

Die Bürgerfraktion sieht den Bedarf nach Wasserfläche auch im Osten. Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag. 

Der Bedarf an Schwimmbädern ist da - aber das Geld fehlt. © Sven Ellger

Plötzlich kommt neuer Schwung in die Schwimmhallendebatte. Erst vergangene Woche hat sich der Sportausschuss mit deutlicher Mehrheit dafür ausgesprochen, dass es neben der Halle in Klotzsche einen weiteren Neubau in Pieschen oder der Neustadt geben soll - wir berichteten. Der Ausschuss hat sich in diesem Fall auf einen Zeitraum nach 2025 festgelegt. Nun wagt die Bürgerfraktion einen weiteren Vorstoß. Laut Geschäftsführer Thomas Blümel sei der Bedarf nach Schwimmfläche in Striesen und Blasewitz mindestens genauso groß. Deshalb fordert die Fraktion auch für diesen Bereich einen Neubau.

Der Gedanke ist nicht neu. In den Bäderkonzepten der Vergangenheit war der Bedarf wiederholt thematisiert, die Idee aber aufgrund anderer Projekte zurückgestellt worden. Denn auch hier stellt sich die Frage, wie ein solcher Neubau finanziert werden kann. Derzeit ist die zuständige Bäder-GmbH mit den Projekten am Freiberger Platz, dem Neubau des Kombi-Bades Prohlis und dem geplanten Neubau in Klotzsche personell und finanziell voll ausgelastet. Die Technischen Werke Dresden (TWD) müssten als Mutterkonzern wieder neues Geld zur Verfügung stellen. Rund 50 Millionen Euro sind seit der Ausgründung der Bäder-GmbH bereits in die Sanierungen und Neubauten geflossen.

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Für den Bereich Striesen/Blasewitz stellt sich außerdem die Frage nach einem geeigneten Grundstück. Denn wie überall in der Stadt werden die großen bebaubaren Flächen zunehmend knapper. Blümel denkt an Grundstücke bei den Technischen Sammlungen oder an der Enderstraße. Mitten im Kommunalwahlkampf dürfte seine Idee Unterstützer finden. Torsten Schulze(Grüne) hatte zuletzt mit der SPD die zusätzliche Halle für den Norden eingebracht und schon danach angedeutet, dass ihm eine weitere Halle für Striesen genauso lieb wäre. CDU-Fraktionschef Jan Donhauser will sich der neuen Idee ebenfalls nicht verschließen. „Wenn der Bedarf da ist, muss sich der Stadtrat kümmern“, sagt er, spricht aber auch die Geldthematik an.

Am Stadtrat im Donnerstag wird neben der Sportentwicklungsplanung auch die Bäderkonzeption besprochen. Dann wird auch über die Wünsche nach weiteren, neuen Schwimmhallen entschieden.