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Neue Sirenen

Die Gemeinde Wachau lässt in Leppersdorf und Seifersdorf neue Anlagen installieren. 40 000 Euro gibt Wachau dafür aus.

© René Plaul

Von Thomas Drendel

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Einwohner von Seifersdorf werden sich vielleicht gewundert haben: Seit Langem ist in Teilen des Ortes keine Sirene mehr zu hören. Das wird sich ändern. Denn die Gemeinde Wachau plant, eine neue Anlage zu installieren. Das bestätigte jetzt der Wehrleiter von Wachau Thomas Redmer. „In Seifersdorf ist eine Sirene seit einiger Zeit defekt. In diesem Jahr wird sie erneuert.“ 20 000 Euro hat die Gemeinde dafür in dem aktuellen Haushalt bereitgestellt. Allerdings ist das Papier noch nicht endgültig beschlossen.

Das Gleiche gilt für Leppersdorf. Auch der Ort bekommt eine neue Sirene. „Hier ist momentan eine Anlage auf einem Privatgebäude installiert. Das Haus ist baulich aber nicht mehr im besten Zustand“, sagt Thomas Redmer. Die Sirene soll deshalb dort heruntergenommen werden und an anderer Stelle errichtet werden. „Dabei werden wir sie gleich gegen eine neue austauschen“, sagt der Wehrleiter. Auch für diese Anlage stellt die Gemeinde 20 000 Euro bereit. Thomas Redmer wirbt für die neuen Sirenen. „Sie sind einmal wichtig, um die Feuerwehrleute zu alarmieren aber vor allem auch die Bevölkerung, beispielsweise wenn es brennt, bei Naturereignissen wie Hochwasser oder einem Sturm.“ Bestes Beispiel ist der Tornado 2010 gewesen. In dieser Heftigkeit unerwartet hatte er am Pfingstmontag weite Teile des Rödertales heimgesucht. Zahlreiche Bäume wurden entwurzelt und Dächer abgedeckt. Im Hinblick auf Überflutungen sind Sirenen gerade in Leppersdorf wichtig. „Binnen kurzer Zeit können mit ihr die Einwohner alarmiert werden. In Sachsen gelten einheitliche Alarmierungen. „Wenn innerhalb einer Minute die Sirene einmal kurz zu hören ist, handelt es sich um eine Probe. Bei dreimaligem auf- und abschwellendem Ton handelt es sich um Feueralarm. Ist ein einminütiger Heulton zu hören, dann liegt ein Katastrophenfall vor. Anwohner sollten ihr Radio einschalten“, sagt der stellvertretende Wachauer Wehrleiter Marian Branding. Ein langer Dauerton bedeutet dann Entwarnung. „Er ist auch jeden ersten Sonnabend im Monat um 12 Uhr zu hören. Das ist dann die Funktionsprobe“, sagt Marian Branding. Gesteuert werden die Sirenen von der Leitstelle in Hoyerswerda. Sie können aber auch von Hand in den Orten selber ausgelöst werden.

Feuerwehr hat Digitalfunkgeräte

Für eine bessere Kommunikation unter den Wachauer Feuerwehrleuten sorgen jetzt auch die neuen Digitalfunkgeräte. Sie werden in diesen Tagen ausgeliefert“, sagt Thomas Redmer. Die Wehren in Leppersdorf, Seifersdorf, Lomnitz und Wachau erhalten 18 Funkgeräte für die Feuerwehrleute. Hinzu kommen sieben Apparate, die in Fahrzeugen installiert werden. Über Digitalgeräte können neben Gesprächen auch Daten ausgetauscht werden. Damit ist unter anderem auch eine Gruppenkommunikation möglich. Die Wachauer Feuerwehrleute nehmen dann am weltweit größten, behördlichen Digitalfunknetz teil. Es wird unter anderem von Bundespolizei, BKA, Länderpolizei, Rettungsdiensten, Zoll, Verfassungsschutzämtern sowie dem THW genutzt.

25 000 Euro gibt die Gemeinde Wachau für den Digitalfunk aus. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Investitionssumme. Den Löwenanteil trägt der Freistaat. 75 Prozent der Kosten bezahlt er.

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