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Neue Tafel für den Baumeister Moritz Ziller

Die im Lößnitzgrund befestigte Metallplatte war stark verwittert. Sie wurde jetzt nach einer Zeichnung neu hergestellt.

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© Anne Hübschmann

Radebeul. Die Gebäude und Villen der Brüder Ziller in Radebeul kennen hier viele. Gästeführer zeigen die dem Schweizer Baustil angelehnten Häuser gern Besuchern der Stadt. Moritz Ziller, einer der Brüder, hat den Radebeuler Verschönerungsverein gegründet. Ihm sind ein Denkmal und eine Tafel im Lößnitzgrund gewidmet. Die Tafel ist jedoch in den letzten Jahren arg verwittert.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Radebeul, insbesondere mit dem Sachgebiet Stadtgrün hat die Roland-Gräfe-Stiftung – Stiftung für Kunst und Kultur aus Radebeul – die durch Korrosion stark beschädigte Moritz-Ziller-Tafel denkmalgerecht erneuert. Den Großteil der Kosten hat die Stadt Radebeul übernommen, informiert Roland Gräfe. Die Stiftung hat sich neben der gesamten organisatorischen Arbeit finanziell an diesem Projekt beteiligt.

Das Sachgebiet Stadtgrün im Bauamt hat im Vorfeld die Anlage des Zillerdenkmals in Ordnung gebracht, sodass mit dem Wiederanbringen der Moritz-Ziller-Tafel das Denkmal, das zur Erinnerung an den Baumeister und Begründer des Verschönerungsvereins 1898 errichtet wurde, wieder vollständig ist.

Mit dem Denkmal ehrte der Verschönerungsverein für die Lößnitz und Umgebung seinen Gründer und langjährigen Vorsitzenden (1880-1892) Moritz Ziller, der 1895 verstorben war.

Die Originaltafel war so stark beschädigt, dass sie für einen Abguss nicht mehr verwendet werden konnte. Eine neue Gussform, für die eine Reinzeichnung der Tafel benötigt wurde, musste gefertigt werden. Die neu gegossene Zillertafel wurde mit einem traditionellen Verfahren geschwärzt und versiegelt. Für alle diese Maßnahmen konnten Radebeuler Firmen gewonnen werden. Engagiert haben sich für die 57 mal 31 Zentimeter große Tafel die Firmen Frank Geißler, Modell-, Meß- und Kunststofftechnik, Schriftmaler Bernd Wendisch und Bäcker Tobias Schimmel (er hat die Oberfläche kostenfrei versiegelt).

Die feierliche Einweihung der Tafel findet am Sonnabend, dem 4. Juni, um 10.30 Uhr im Lößnitzgrund statt. Einführende Worte spricht Dietrich Lohse, ehemaliger Leiter des Denkmalschutzamtes in Radebeul. Interessierte Bürger sind recht herzlich eingeladen.

Die Originaltafel soll im Stadtarchiv aufbewahrt werden. (SZ/per)