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Neue Tribüne fürs Steyer-Stadion

© Sven Ellger

Dieses Jahr werden wieder Millionen für Sportstätten ausgegeben. Auch der Veranstaltungskalender ist gut gefüllt.

Von Lars Kühl

Das Dresdner Sportjahr startet gleich mit einem Dreierpack an Höhepunkten. Seit Monaten steigt die Spannung auf das Winter-Derby: Das Dynamo-Stadion wird am Sonnabend mit rund 30 000 Menschen rappelvoll sein, wenn die Dresdner Eislöwen und die Lausitzer Füchse ab 16.15 Uhr die Schläger beim Kampf um Punkte in der zweiten deutschen Eishockeyliga kreuzen. Die Freiluft-Partie verspricht, wegen der besonderen Atmosphäre auf jeden Fall ein großes Spektakel zu werden. Das Rahmenprogramm, unter anderem mit dem Match der Legendenteams aus Ost und West, trägt dazu bei.

Wer es dagegen warm mag, ist ebenfalls am Sonnabend in Bühlau genau richtig. Dort eröffnet um 10 Uhr in der Bautzner Landstraße 92 auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahnhofes die neue Schwimmhalle. Am Abend werden schließlich im Congress Center Sachsens Sportler des Jahres geehrt.

Veranstaltungen im Winter: Weltcup und Deutsche Meisterschaften

Die kommenden Wochen bieten weitere Spitzenleistungen. Bereits übernächstes Wochenende steigen am 16. und 17. Januar in der Energieverbund-Arena Deutsche Meisterschaften im Short Track. Der Weltcup-Zirkus dieser Eisschnelllaufsportart macht vom 5. bis 7. Februar ebenfalls Station in Dresden. Dazwischen messen sich am 23. und 24. Januar Nachwuchssportler bei den Landesjugendspielen im Short Track, Eisschnelllauf und Eiskunstlauf.

Neubauten bis Jahresende: Mehrzweck- und Schwimmhalle werden fertig

Bautechnisch werden mehrere Objekte dieses Jahr so langsam auf die Zielgerade einbiegen. Der Heidenauer Unternehmer Uwe Saegeling lässt für rund 15 Millionen Euro weiter an der neuen Mehrzweckhalle gegenüber der Yenidze bauen. Hauptnutzer sollen später die Handballer des HC Elbflorenz sein, dessen Präsident Saegeling ist. Spätestens Anfang 2017 sollen dort 3 000 Zuschauer Heimsiege bejubeln.

Das größte Projekt der Bäder GmbH bleibt auch 2016 der Komplex an der Freiberger Straße. Der Neubau soll laut Geschäftsführer Matthias Waurick spätestens im zweiten Halbjahr abgeschlossen sein. Dann wechselt der Schwimmbetrieb von der alten in die moderne Halle und die Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus beginnt. Die wird bis 2018 dauern.

Großprojekt: Tribüne im Ostragehege wird nach Abriss neu errichtet

Die Mammut-Aufgabe für die Stadt ist in diesem Jahr die Fortsetzung des Umbaus vom Heinz-Steyer-Stadion im Ostragehege. Die Arena, in der immerhin 13 Leichtathletik-Weltrekorde aufgestellt wurden, fristet zurzeit nur noch ein Schattendasein. Eigentlich mit einem Fassungsvermögen von 24 000 Besuchern, ist die Zuschauerzahl aufgrund des maroden Zustandes auf lediglich 4 500 begrenzt. Voriges Jahr begann im März mit dem Abriss der legendären Holztribüne die Modernisierung. Weil dadurch auch Umkleidekabinen für die Sportler wegfielen, war vorher zwischen dem Stadion und der Eisschnelllaufbahn ein neues Funktionsgebäude errichtet worden. Auch die Wasserleitungen, inklusive der für die Beregnung des Rasens, sind genauso bereits umverlegt wie diverse Elektrokabel, teilt der Sportstättenbetrieb mit.

Der Weg für den Neubau der Nordtribüne ist damit frei. Drei Millionen Euro stehen bereit. Nachdem die Träger im Fundament verankert sind, kann demnächst der Rohbau beginnen. Die Tribüne mit ihren künftig 1 864 Sitzen soll komplett überdacht werden. Fertig wird sie in diesem Jahr allerdings nicht. Erst 2017 soll es geschafft sein. Direkt im Anschluss wird mit dem Ausbau der gegenüberliegenden Steintribüne begonnen. Wettkämpfe können im Übrigen während der gesamten Sanierung stattfinden. Lediglich wenn der Innenraum neue Sportflächen bekommt, ist die Nutzung eingeschränkt.

Fußballplätze: Kunstrasen ersetzen ungeliebte Hartplätze

Die Modernisierung des Steyer-Stadions ist 2016 allerdings nicht das einzige größere Vorhaben der Stadt auf Dresdner Sportanlagen. An der Saalhausener Straße in Naußlitz, wo die Fußballvereine Löbtauer Kickers und FV Hafen ihre Heimspiele austragen, wird ein Gebäude mit Umkleiden, Funktionsräumen und Sanitärtrakt gebaut. Kostenpunkt: rund 1,3 Millionen Euro. Nächstes Jahr soll es stehen. Dafür werden mehrere alte Objekte abgerissen.

Endlich einen Kunstrasen! So werden die Spieler von Eintracht Strehlen frohlocken. Ihr berüchtigter Hartplatz an der Dohnaer Straße 154 wird für 535 000 Euro in ein Plastik-Grün umgewandelt. Auf einem solchen Untergrund jagen bald auch die Kicker der Sportgemeinschaft Bühlau dem Ball hinterher. 640 000 Euro investiert der Sportstättenbetrieb in die Anlage am Heiderand (Nachtflügelweg 36). Der regenanfällige Tennenplatz ist also bald Geschichte, der Rasen daneben bleibt. Zufrieden werden zudem die Fußballer des FV Süd-West sein.

Ihr Kunstrasen an der Stuttgarter Straße neben der Feldschlößchen-Brauerei wird ebenfalls 2016 erneuert, genau wie die Flutlichtanlage. Insgesamt sind dafür 640 000 Euro eingeplant. Offen bleibt, wann die Umkleidekabinen und Duschen modernisiert werden.