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Neue Umleitung für Autofahrer im Zentrum

Ab Montag ändert sich die Baustellen-Lage in Görlitz erneut: Beim Postplatz ist alles anders, die Bahnhofsstraße bleibt offen.

© Nikolai Schmidt

Von Susanne Sodan

Görlitz. Die Bäckerei Dreißig macht das beste draus. Direkt vor ihrer Tür am Postplatz ist gerade Großbaustelle. Passend dazu bietet die Bäckerei ein Bauarbeiterfrühstück an. Bis jetzt, erzählt eine Mitarbeiterin, würden sich die Auswirkungen der Baustelle vor der Tür noch in Grenzen halten. Anfang März hat der dritte Bauabschnitt bei der Umgestaltung des Postplatzes begonnen, derzeit werden an der Ecke beim Schuhgeschäft Leiser und in Richtung Amtsgericht die Medien neu verlegt und es stehen Gleisarbeiten an. Für Autos ist der Postplatz schon seit einiger Zeit passé – aber für die Fußgänger nicht. Allerdings, wenn die Temperaturen richtig steigen, dann wird die Baustelle auch auf die Bäckerei Dreißig größere Auswirkungen haben, vermutet die Mitarbeiterin. Denn bei sehr schönem Wetter erweitert die Bäckerei normalerweise ihr Café nach draußen. Das wird mit der Baustelle wohl nicht möglich sein. Für die Bahn- und die Autofahrer hat die Baustelle am Postplatz jetzt schon große Auswirkungen, durch die Umleitung. Mit dem heutigen Montag müssen sich Autofahrer im Zentrum wieder auf Veränderungen einstellen. Fahrgäste der Straßenbahn auch.

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Straßenbahn: Fahrgäste der Linie 2 müssen umsteigen

Für die Straßenbahnen steht durch die aktuellen Arbeiten nur eines der beiden parallel verlaufenden Gleise am Postplatz zur Verfügung. Die Bahnen können dort nicht mehr gleichzeitig passieren. Deshalb die Fahrplanänderungen: Die Linie 3, die von Weinhübel nach Königshufen zum Marktkauf führt, wird auf ihrer normalen Route fahren, allerdings mit etwas längerer Fahrtzeit, erklärt Norbert Weigt, Betriebshofleiter der Verkehrsgesellschaft Görlitz (VGG). Die Linie 2, die normalerweise von Biesnitz nach Königshufen zum Wiesengrund fährt, wird zunächst, wie üblich, an der Landeskrone starten – und bis Bahnhof Südausgang fahren. Dort müssen die Fahrgäste dann umsteigen, entweder in die Linie 3 zum Marktkauf oder sie nehmen den Bus B, der bis zum Klinikum fährt. Um in Königshufen die Stationen zu bedienen, die sonst Linie 2 übernimmt, wird ein Pendelbus fahren, erklärt Norbert Weigt. Außerdem gibt es ab dem heutigen Montag einen morgendlichen Extra-Bus, der fast parallel zur Linie 2 fährt. Er startet täglich 7.12 Uhr an der Landeskrone. Zunächst fährt er wie die Straßenbahn, für die nun am Bahnhof Stop ist. Der Extra-Bus fährt noch ein Stück weiter bis zum Demianiplatz. Grund für den Extra-Bus ist, dass um diese Uhrzeit besonders viele Fahrgäste die Linie 2 nutzen wollen, „wir haben um diese Zeit viele Schüler dabei“, erzählt Weigt. Bis September sollen alle Änderungen gelten.

Autofahrer: Neue Ampel und neue Umleitung in Richtung Postplatz

Ende vergangener Woche stand sie plötzlich da: eine Ampelanlage an der Kreuzung zwischen Teichstraße, Bautzener Straße und Demianiplatz. „Die Ampelregelung am Theater ist den Gleisbauarbeiten auf dem Postplatz geschuldet“, teilt Sylvia Otto von der Stadtverwaltung mit. Weil die Bahn eben nur noch eingleisig fahren kann, muss sie hinter dem Theater rangieren, erklärt sie. Nicht nur die Ampel ist neu am Demianiplatz, sondern auch eine Verkehrstafel. Bisher konnte man auf dem Demianiplatz weiter Richtung Kaufhaus fahren, an den Bahnhaltestellen vorbei, bis zum Postplatz und dann weiter in die Schützenstraße. Das war so auch am Sonntagabend noch möglich. Allerdings, die Verkehrstafel und ein gelbes Umleitungsschild am Demianiplatz weisen die Zufahrt zum Postplatz nach links aus, also Richtung Kaisertrutz und Obermarkt. „Der Verkehr Richtung Zentrum, Zittau und Polen wird über den Obermarkt geleitet“, erklärt Stadtsprecherin Sylvia Otto. Alle anderen Richtungen sollen über den Busbahnhof und die Bautzener Straße rollen.

Händler und Besucher: Zufahrt zum Parkhaus City-Center ändert sich

Die Zufahrt ins Parkhaus vom City-Center liegt an der Schützenstraße, zu der man bisher über die nördliche Postplatzecke gelangen konnte. Falls dies nun nicht mehr möglich sein sollte, ist die Schützenstraße mit der Parkhauszufahrt aber weiter aus der entgegengesetzten Richtung, zum Beispiel über die Bismarckstraße erreichbar.

Für die Händler und Gastronomen direkt am Postplatz ist derweil eine andere Route wichtig: die Berliner Straße. Das Lieferfahrzeug für die Bäckerei Dreißig beispielsweise darf ungefähr bis zum Amtsgericht fahren, um täglich die Kuchen, Brote und Brötchen zu liefern, erklärt die Mitarbeiterin. Die Berliner Straße als Lieferzufahrt, so läuft es derzeit auch für andere Geschäfte auf dem Postplatz, zum Beispiel für die Tchibo-Filiale und die Brasserie.

Bahnhofstraße: Sperrung ist verschoben

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Dass es bei den Straßenbahnen Veränderungen geben würde, war bereits vergangene Woche bekannt. Auch, dass für Autofahrer mit dem heutigen Montag Änderungen anstehen würden, war absehbar – aber eigentlich an einer anderen Stelle. Seitens der Stadt war für den 9. April angekündigt, dass die Sperrung der Bahnhofstraße beginnt. Auf der Baustellenkarte für Görlitz, zu finden auf der Internetseite der Stadt, ist diese Sperrung aber nicht mehr gelistet. „Die Bahnhofstraße wird noch nicht ab Montag gesperrt“, teilt Sylvia Otto mit. „Hintergrund ist die Vollsperrung der Salomonstraße.“ Die ist wegen Sicherungsarbeiten an einem einsturzgefährdeten Gebäude gerade gesperrt. Ansonsten hätte die Salomonstraße eigentlich mit als Umleitungsstrecke während der Sperrung der Bahnhofstraße dienen sollen. Weil das nun aber nicht geht, war angekündigt, den Verkehr aus beiden Fahrtrichtungen während der Bauzeit über einen Teil der Leipziger Straße laufen zu lassen, Allerdings: „Die Leipziger Straße in ihrem jetzigen Bestand ist für eine Umleitungsstrecke im Beidrichtungsverkehr ungeeignet“, erklärt Sylvia Otto. „Bis zur Klärung bleibt die Bahnhofstraße offen.“ Die Bauarbeiten konzentrieren sich nun erstmal auf die Krölstraße und auf den Ausbau einer Zufahrt zum Penny-Markt.