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Untersuchung belastet Segler-Revier

Das Olympia-Revier in Rio steht in keinem guten Licht. Einer neuen Untersuchung zufolge ist für die Segler bei den Spielen 2016 „die Chance einer Infektion sehr wahrscheinlich“, weil die Gewässer stark mit Krankheitserregern verseucht sind.

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© dpa

Rio de Janeiro. Das olympische Segel-Revier für die Spiele 2016 in Rio de Janeiro macht weiter negative Schlagzeilen. Neue Wassertests im Auftrag der US-Nachrichtenagentur The Associated Press ergaben, dass auch die Segelkurse draußen auf See stark mit Krankheitserregern verseucht seien. Dem Magazin „Business Insider“ sagte Kristina Mena, Professorin für Gesundheitswissenschaften an der Universität Texas in Houston: „Wir sprechen über ein extremes Umfeld, in dem die Verschmutzung so hoch ist, dass man ihr unmittelbar ausgesetzt ist und die Chance einer Infektion sehr wahrscheinlich ist.“

Mena betonte, die Virenkonzentration sei auch einen Kilometer entfernt von der Küste so hoch, dass bei einem ähnlichen Vorkommen in den USA oder Europa die Behörden Strände und Gewässer wohl sofort schließen würden. Die warnte, dass Athleten nach der Einnahme von nur drei Teelöffeln des Wassers eine bis zu 99-prozentige Chance hätten, sich mit einem Virus zu infizieren.

Der deutsche Olympia-Kandidat Erik Heil war nach der Rio-Testregatta im August im Krankenhaus mit einem bakteriellen Infekt behandelt worden.

Mena mahnt: „Die Gewässer sind nicht sicher für Wasseraktivitäten“. Acht deutsche Top-Segler nehmen in diesen Tagen ein zweiwöchiges Training im Olympia-Revier auf.