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Neue Wege im Volkspark Räcknitz

Eine Havarie auf dem Gelände der Drewag gibt der Stadt die Chance zum Ausbau der Anlage. Anwohner bekommen damit eine neue Abkürzung.

© René Meinig

Von Annechristin Bonß

Der Volkspark Räcknitz soll bald wachsen. Nicht in die Höhe, sondern in die Breite. Die Stadtverwaltung hat mit der Drewag einen Vertrag unterschrieben. Demnach gibt der Energieversorger 5 000 Quadratmeter von der bisher genutzten Fläche ab. Die soll künftig als Teil des Parks öffentlich zugänglich sein. Im Frühjahr beginnen die Arbeiten, teilte Stephanie Jäger vom Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft im Ortsbeirat Plauen mit. Dann bauen die Arbeiter einen Zaun und legen einen neuen Weg an.

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Der neue Teil des Parks verläuft parallel zur Stadtgutstraße. Künftig können Spaziergänger durch den Park schlendern und so zur Räcknitzhöhe gelangen. Dort gibt es eine Bushaltestelle. Bisher mussten sie dafür den Park verlassen und auf der Stadtgutstraße nach Süden laufen. „Wir haben nun die Chance, einen historischen Weg wiederherzustellen“, sagt Stephanie Jäger. Der gehörte ursprünglich zum Wegenetz. Möglich wird der Ausbau durch eine einmalige Besonderheit, die der Park darstellt. Der wurde mitgeplant, als 1897 eigentlich der Bau von Wasserhochbehältern an der Stelle nötig war. Dort wird Wasser für die linkselbischen Gebiete gesammelt. In den 1920er-Jahren wurde der Zaun aufgestellt. Seit vor zwei Jahren einer der Behälter wegen der Havarie abgerissen werden musste, liegt die Fläche brach. Zwar soll dort irgendwann ein neues Wasserreservoir entstehen. Trotzdem gibt die Drewag nun die Fläche an die Stadt ab.

In den kommenden Jahren will die Stadtverwaltung weiter in den Park investieren. Dabei geht es nicht nur um Baumpflege und Erhalt. So wurden bisher Wildwuchs und Gestrüpp an der Nordseite entfernt. Dort können Spaziergänger nun wieder den unversperrten Blick über die Stadt genießen. Das historische Wegenetz soll weiter ausgebaut werden. Viel Geld dafür wird es wohl auch in den kommenden Jahren nicht geben. „Wir machen kleine Schritte“, sagt Stephanie Jäger. Auch soll es an der Heinrich-Greif-Straße einen Spielplatz geben. Das wünscht sich das Amt für Stadtgrün. Dabei gibt es zwei Probleme. Zum einen fehlt das Geld für den Bau einer neuen Anlage. Zum anderen wehrt sich das Straßenbauamt gegen den Plan. An dieser Stelle gibt es bisher zwei Parkplätze, die im Denkmalschutzgebiet des Parks liegen. Die Stellflächen sollen erhalten bleiben.