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Neue Wege mit Windenergie

Die Vision, Strom und Wärme ausschließlich aus Erneuerbaren Energien zu gewinnen – das ist das Ziel der VSB Gruppe mit Hauptsitz in Dresden. 

Ihr Experte für Erneuerbare Energien
Ihr Experte für Erneuerbare Energien © PR: VSB

Wie sie das erreichen will, erläutert Geschäftsführer Marko Lieske im Interview.

Herr Lieske, Ihr Unternehmen hat 2018 den ersten Direktstromliefervertrag mit der Automobilindustrie in Europa geschlossen. Wie funktioniert dieses Modell? 

Der neue Produktionsstandort von Mercedes Benz im polnischen Jawor wollte nicht nur mit der modernsten Produktion Maßstäbe setzen, sondern auch bei der Stromversorgung. Eine CO2-neutrale Produktion war das Ziel. Unser rund zehn Kilometer entfernter Windpark Taczalin beliefert nun das komplette Motorenwerk mit umweltfreundlicher Energie. Dazu haben wir mit dem Autobauer einen mehrjährigen Stromliefervertrag abgeschlossen, ein sogenanntes Power Purchase Agreement. Der Vertrag ist der erste seiner Art in der europäischen Autoindustrie. 

Wie gewährleisten Sie dem Abnehmer Strom, wenn gerade mal kein Wind weht? 

Es ist richtig, dass der Strombedarf und unsere Stromproduktion nicht immer deckungsgleich sind. Aktuell wird zu mehr als der Hälfte des Jahres der tatsächliche Verbrauch des Motorenwerkes durch die Produktion des Windparks gesichert. Wenn der erzeugte Windstrom den Bedarf gerade mal nicht decken kann, kaufen wir Strom zu. Da Taczalin aber auch ins Netz einspeist, wenn im Werk keine Produktion läuft, wird die Fabrik bilanziell zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom versorgt. Insgesamt übersteigt die Stromproduktion des Windparks sogar den jährlichen Verbrauch des Werkes. 

Können Sie sich ähnliche Modelle auch für Unternehmen in Sachsen vorstellen? 

Ja, sehr gut sogar. Immer mehr Unternehmen übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft und die Umwelt, die nicht am Werkstor endet. Sie wollen die Energiewende aktiv unterstützen und CO2-neutral produzieren. Namhafte Vorbilder gibt es viele, zum Beispiel die großen Technologiekonzerne in Amerika.  

Welche Branchen wären dafür geeignet? 

Ich sehe vor allem Chancen für die Branchen, die eine energieintensive Produktion haben – dazu zählt auch die deutsche Automobilindustrie. Aber auch der Mittelstand kann hier Vorreiter sein. Für diese Firmen entwickeln wir individuelle Lösungen für die eigene Energieerzeugung – aktuell gerade unter anderem für einen regionalen Stahlproduzenten und einen Glasfabrikanten. Wir kombinieren dafür Technologien aus den Bereichen Wind, Solar, Kraftwärmekopplung und Speichern. Unternehmen schaffen so den Schritt hin zur nachhaltigen und CO2-reduzierten Energieversorgung, sparen Betriebskosten und sind unabhängig vom Strommarkt. 

Ihr Unternehmen ist in den vergangenen Jahren permanent gewachsen. Aus einem kleinen Ingenieurbüro wurde ein großes mittelständisches Unternehmen mit internationaler Ausrichtung. Wie finden Sie die passenden Mitarbeiter? 

Unsere Branche entwickelt sich sehr dynamisch. Allein in Sachsen sind rund 15 000 Menschen im Feld der erneuerbaren Energien tätig. Wir freuen uns, dass der ideelle Anspruch der jüngeren Generation an aktivem Umweltschutz immer größer wird, wie wir ja gerade überall in den Medien sehen können. Das und die Mischung aus Technik und Wirtschaft machen unsere Branche vor allem für junge Leute interessant. Wir geben Eigenverantwortung, Raum zur Entfaltung und bieten ein großes Jobspektrum vom Umweltschutz über die Regionalplanung bis hin zum Service an den Turbinen. 

Bilden Sie auch selbst aus? Ja, denn wir wollen junge Leute fördern, fordern und ihnen eine Zukunftsperspektive bieten. Das hat auch den Vorteil, dass wir Fachkräfte direkt im Haus ausbilden können. Wir bilden am Standorten Dresden und Wittenberg zur Zeit fünf Elektroniker für Betriebstechnik und eine Industriekauffrau aus. Wir bieten aber auch branchenfremden Elektronikern die Möglichkeit einer Schulung, zum Beispiel zum Servicetechniker für Windenergieanlagen oder für den Einsatz im Bereich Elektromobilität. 

Manche Windkraftanlagen stehen mittlerweile schon seit 20 Jahren. Sind diese Modelle überholt und was passiert mit ihnen? 

Auf jeden Fall hat sich die Technik bedeutend weiterentwickelt. Moderne Windenergieanlagen haben heute Nennleistungen von vier bis fünf Megawatt. Der daraus resultierende Ertrag ist etwa acht bis zehnmal so hoch wie bei der Anlagengeneration, welche vor 20 Jahren in Betrieb ging. Einige der älteren Anlagen sind aber dennoch in einem guten technischen Zustand, sodass sie noch ein paar Jahre weiter betrieben werden können. Unter bestimmten Voraussetzungen können wir auch auf modernere und effizientere Turbinen umstellen. Man spricht hier von Repowering. Der Vorteil ist, dass durch die technischen Weiterentwicklungen an gleichen Standorten weniger Windenergieanlagen neu errichtet werden müssen. Die Altanlagen werden im Anschluss fachgerecht rückgebaut und recycelt. 

Wie hat sich die Windenergie in Sachsen, bundes- und weltweit aus Ihrer Sicht entwickelt? 

Leider muss man sagen, dass Sachsen die Energiewende und vor allem die Umstellung auf Windenergie schlichtweg verschlafen hat. Der Freistaat ist eines der Schlusslichter im bundesweiten Vergleich. Das ist auch einer der Gründe, warum wir zunehmend in anderen Bundesländern tätig sind und uns auch international stärker ausrichten. Bundesweit ist ebenfalls ein drastischer Rückgang des Ausbaus an Land zu verzeichnen. Weltweit gesehen hat die Windkraft ein beachtliches Potenzial. Der Ausbau erfolgt in vielen Ländern schnell und dynamisch. Selbst Schwellenländer haben die Bedeutung der erneuerbaren Energien für den Klimaschutz erkannt und haben ambitionierte Programme zur Umstellung auf die erneuerbaren Energien. 

Welche Erwartungen haben Sie an die Zukunft? 

Die Rahmenbedingungen sind ja grundsätzlich auch in Deutschland positiv. Wind und Sonne sind unerschöpfliche Ressourcen. Sie machen uns unabhängig von Rohstoffimporten und senken den CO2-Ausstoß. Schon heute ist Windenergie an Land die günstigste Erzeugungsform. Nun ist es an der Politik, die getroffenen Ziele mit Taten zu untermauern wie etwa im Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG) festgeschrieben den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis 2050 auf mindestens 80 Prozent zu steigern. Die Akzeptanz von Windenergie und der Wille in der Bevölkerung zum Klimaschutz sind hoch. Wir dürfen also nicht beim Tempo nachlassen und müssen den Ausbau der erneuerbaren Energien forcieren. Für uns als VSB ist das seit über 20 Jahren Motivation und Firmenphilosophie zugleich. Wir werden weiter dafür einstehen und kämpfen. 

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