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Neuer Ärger für Tatjana Festerling

Pegida-Anhänger präsentierten am Montag einen neuen Schlachtruf. Nach dem Ende der Veranstaltung meldete die Polizei dann ein weiteres juristisches Nachspiel für die Frontfrau.

© dpa

Dresden. Eine Woche nach dem Ausflug zum ersten Geburtstag des Leipziger Ablegers Legida hat sich das Pegida-Bündnis am Montagabend wieder in Dresden versammelt. Start des „Abendspaziergangs“ war der Neumarkt. Diesmal fand die Veranstaltung ohne Redebeitrag Lutz Bachmanns statt. Der Pegida-Chef müsse aufgrund eines Infekts schweigen, teilte Versammlungsleiter Siegfried Däbritz zu Beginn der Kundgebung mit.

Gepida-Teilnehmer starteten am Theaterplatz zu ihrem Demonstrationszug.
Gepida-Teilnehmer starteten am Theaterplatz zu ihrem Demonstrationszug. © Tobias Wolf

Im Laufe der Veranstaltung tauchte schließlich ein neuer Begriff im Vokabular der Pegida-Demonstranten auf: „Ausmisten“ – eine Anspielung auf die umstrittene Rede der Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling beim Legida-Geburtstag vergangene Woche, die inzwischen auch die Justiz beschäftigt. Wie die Polizei am späten Abend mitteilte, gilt das auch für die am Montag gehaltene Rede der 51-Jährigen. Demnach werde die Aussage Festerlings, die Regierungsparteien seien die Nazis von heute, der Staatsanwaltschaft Dresden zur rechtlichen Einschätzung vorgelegt.

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Wie schon vor zwei Wochen fanden sich etwa 3 500 bis 4 000 Teilnehmer zum Rundlauf durch die Dresdner Innenstadt, wie das Studentenkollektiv „Durchgezählt“ auf Twitter mitteilte. Eine offizielle - d. h. von der Polizei verkündete - Teilnehmerzahl gab es nicht.

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Unter dem Motto „Dresden ist gut, Mensch!“ hatte auch Gepida (Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter) zu einer Gegendemo auf den Theaterplatz gerufen. Daran nahmen nach erster Schätzung eines SZ-Reporters etwa 200 bis 300 Menschen teil. „Durchgezählt“ kam später auf 400 bis 500 Teilnehmer. Ein Gruppe spaltete sich bei der Rückkehr zum Theaterplatz ab und zog zum Dr.-Külz-Ring, wo es zu einem Protest in Sicht- und Hörweite kam. Dabei flogen neben heftigen Worten auch Schneebälle. Diese hätten jedoch keine Verletzten zur Folge gehabt, teilte die Polizei - die an diesem Abend mit 306 Beamten im Einsatz war - mit. (szo)