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Neuer Beruf Arztassistent kann erlernt werden

Ärzte müssen bis zu 25 Prozent der Arbeitszeit für Organisatorisches und Dokumentation aufbringen. Aber nicht nur hier sollen sie künftig von Assistenten entlastet werden.

Plauen. Sachsen will als bisher einziges ostdeutsches Bundesland Arztassistenten in einem Studiengang ausbilden. Er trägt den Titel Physician Assistant und beginnt im kommenden Wintersemester an der Berufsakademie Plauen. Nach einer dreijährigen Modellphase hat das Wissenschaftsministerium die Einführung des Studienganges endgültig genehmigt. Die Absolventen sollen Ärzte in Kliniken und Praxen entlasten und sich um ärztliche Routineaufgaben und Dokumentationen kümmern. „Sie werden helfen, die Gesundheitsversorgung auch in ländlichen Regionen zu sichern“, sagte Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) am Freitag auf Anfrage.

In der Modellphase hatten sich 36 Frauen und Männer ausbilden lassen. Der Studiengang setzt eine bereits abgeschlossene Berufsausbildung voraus. Vermittelt wird eine akademische Ausbildung auf dem Niveau zwischen den Qualifaktionen eines Arztes und Pflegepersonal. Der Arztassistent übernimmt einfache medizinische Tätigkeiten sowie Verwaltungsaufgaben. Immer wieder beklagen Ärzte den hohen Aufwand für Administration und Dokumentation, wozu unter anderem das Erstellen von Arztbriefen und Berichten oder Anträge und Anfragen zählen. Dafür geht täglich bis zu ein Viertel der Arbeitszeit drauf.

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Nach Angaben des sächsischen Wissenschaftsministeriums gibt es diese Ausbildung bundesweit nur fünf Mal. Mit dem neuen Beruf reagiere die Wissenschaftspolitik auf den Bedarf im Gesundheitswesen. „Die Gesundheitswirtschaft entwickelt sich zu einem Wachstumsbereich, für den die Berufsakademie Sachsen durch die enge Verzahnung von Studium und Praxis wichtige Beschäftigte ausbildet“, betonte die Ministerin. (dpa)