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Dresden

Neuer Bürokomplex in der Neustadt

Der Neubau an der Großenhainer Straße ist genehmigt - und bereits fast zur Hälfte vermietet. Der Investor plant auch ein Vorhaben nahe dem Postplatz.

So wird der Neubau an der Großenhainer Straße  nahe dem Bahnhof Neustadt aussehen.
So wird der Neubau an der Großenhainer Straße nahe dem Bahnhof Neustadt aussehen. © KPE Projektentwicklung GmbH & Co. KG

Dresden. Der Neubau an der Großenhainer Straße nördlich des Porsche-Zentrums kann gebaut werden. Die TLG Immobilien AG hat bereits Ende Juni die Baugenehmigung erhalten. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in Berlin am Dienstag mit. 

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Auf der Fläche unweit des Neustädter Bahnhofs entsteht ein Bürokomplex mit rund 15.000 Quadratmetern Mietfläche und 132 Pkw-Stellplätzen. Der Neubau sei bereits zu 43 Prozent und auf zehn Jahre an einen internationalen Versandhändler vorvermietet. 

Zudem hat das Immobilien-Unternehmen den Bauantrag für die "Annenhöfe" in der Dresdner Innenstadt unmittelbar am Postplatz eingereicht. Auf der Fläche zwischen Schweriner, Freiberger und Hertha-Lindner-Straße soll ebenso ein Bürohaus mit rund 20.000 Quadratmetern Fläche, 264 Pkw-Stellplätzen und 400 Fahrrad-Stellplätzen entstehen. 

Bei beiden Vorhaben ist der Baustart noch dieses Jahr geplant. Die TLG Immobilien AG ist von dem Bedarf an neuen Büroflächen in der Dresdner Innenstadt überzeugt: Der Leerstand sei in den vergangenen Jahren stetig gesunken, sagt Maik Müller, Mitarbeiter von TLG Immobilien am Standort Dresden. "Es ist damit zu rechnen, dass dieser Trend weiter anhält."

Für den Neubau nahe dem Postplatz wurde der Bauantrag eingereicht. Über die Architektur wurde im Vorfeld gestritten.
Für den Neubau nahe dem Postplatz wurde der Bauantrag eingereicht. Über die Architektur wurde im Vorfeld gestritten. © Knerer und Lang Architekten GmbH

Über die Architektur des geplanten Neubaus nahe dem Postplatz hatte es im Vorfeld Diskussionen gegeben. So kritisierte die Dresdner Gestaltungskommission, die über die städtische Baukultur wacht, vor allem die eher monotone Fassade. TLG erklärte daraufhin, die Empfehlungen der Kommission aus der November-Sitzung in die weitere Planung einzubeziehen.

In der Januar-Sitzung stand der Neubau schließlich erneut auf der Liste des Gremiums. Dabei stellte das zuständige Dresdner Architekturbüro Knerer und Lang einen überarbeiteten Entwurf vor - und erntete dafür viel Lob. Für die Fassade seien Putz und Klinker als Materialien vorgesehen, erklärte Thomas Knerer einen Teil des Entwurfs.

"Dieses Projekt hat sich nach unseren Hinweisen zum Guten entwickelt", lobte Jürg Sulzer, Leiter der Gestaltungskommission. "Statt der ellenlangen gleichmäßigen Fassadengestaltung wurde jetzt kleinteilig gearbeitet, sodass gefühlt einzelne Häuser entstehen, auch wenn es eine Großform ist." TLG zeigte sich nach dem Lob ebenfalls erleichtert: "Es ist definitiv ein besserer Entwurf geworden", sagte Projektentwickler Thomas Schreiber.

TLG Immobilien besitzt in Dresden nach eigenen Angaben 44 Büro-, Einzelhandels- und Hotelimmobilien mit einer Nutzfläche von rund 230.000 Quadratmetern. Zu den entwickelten Projekten zählen unter anderem der "Wilsdruffer Kubus" und das "Zwingerforum" am Postplatz.