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Neuer Bushalt am Riesapark fast fertig

Auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum geht es voran. Das dürfte nicht nur die Fahrgäste freuen.

© Sebastian Schultz

Von Stefan Lehmann

Riesa. Das Gerüst des Bushäuschens steht schon, nun sind die Pflasterarbeiten dran. Mario Teichmann von Hoch- und Tiefbau Grünberg verlegt gemeinsam mit einem Kollegen die grauen Gehwegplatten, auf denen in Zukunft die Fahrgäste auf den Bus warten werden. Etwa eine Woche wird die Firma aus Prösen noch mit den Pflasterarbeiten beschäftigt sein, schätzt Teichmann. Danach fehlen beispielsweise noch die Beleuchtung und die Seitenwände für das gläserne Wartehaus.

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Lange wird es aber wohl auch nicht mehr dauern, bis die neue Bushaltestelle fertig ist. Das sagt auch Riesapark-Sprecher Christian Plöger. Seit Anfang September wird auf dem Parkplatz vor dem Riesapark an der Bushaltestelle gearbeitet. „Voraussichtlich Ende Oktober sind die Arbeiten abgeschlossen“, teilt Plöger auf Anfrage mit – und kündigt an: „Es wird dann alles ein Stück komfortabler sein.“

Komfortabler wohlgemerkt nicht nur für die Fahrgäste. Die haben mit der Verlegung der Haltestelle einen deutlich kürzeren Weg bis in das Einkaufszentrum. Bisher befindet sich das Bushäuschen nämlich direkt an der Einfahrt, auf höhe des gläsernen Turms, in dem auch die Centerverwaltung sitzt. Das hat weite Wege zur Folge: Wer dort aussteigt und in den Toom-Baumarkt möchte, der muss über den kompletten Parkplatz laufen. So weite Wege seien eigentlich nicht mehr zeitgemäß, meinte Centermanager Uwe Eigenbrod schon kurz nachdem er 2016 die Arbeit im Einkaufszentrum aufgenommen hatte.

Die neue Haltestelle befindet sich nun deutlich zentraler am Parkplatz. Wer aus dem Bus steigt, wird voraussichtlich über eine Flucht zwischen den Autos direkt zu einem der mittleren Eingänge gelangen können. Außerdem ist die neue Haltestelle behindertengerecht – auch das war bei der alten bisher nicht der Fall gewesen.

Nicht nur die Kunden, die auf den Bus angewiesen sind, werden sich aber über die gerade laufende Baumaßnahme freuen. Auch bei der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) atmet man auf. Der Riesapark sei auch bei den Verkehrsbetrieben schon seit Jahren Thema, erklärt Olaf Knofe, der bei der VGM für die Betriebsabläufe zuständig ist. Nicht nur, weil die Haltestelle direkt vor dem Kurvenbereich liegt. „Es ist ein Wunder, dass es dort noch keine größeren Unfälle gegeben hat.“ Denn die Busse müssten nach dem Halt zum Wenden gleich mehrere Spuren überfahren. Da habe es schon einige Male brenzlige Situationen gegeben, in denen Bus- oder Pkw-Fahrer in die Eisen gehen mussten. Schon die Unternehmen, die vor der VGM für den Busbetrieb in Riesa zuständig waren, hätten sich öfter ans Centermanagement gewendet. Wegen der häufigen Eigentümerwechsel in der Vergangenheit sei aber nie etwas passiert.

Neue Verkehrsführung für Autos

An den Planungen für den neuen Bushalt habe auch die VGM indirekt mitgewirkt, erklärt Knofe. Jedenfalls habe das Dresdner Büro, das die Planung übernommen hatte, sich auch die Wünsche der Verkehrsgesellschaft angehört. An der neuen Stelle jedenfalls soll den Busfahrern das Wenden etwas leichter gemacht werden, weil die Busse dann einen größeren Wendekreis zur Verfügung haben werden, heißt es vom Riesapark-Sprecher.

Gleichzeitig wird sich etwas für diejenigen Kunden ändern, die mit dem eigenen Auto auf den Parkplatz fahren. „Damit der Bus auf der Fahrt zur neuen Haltestelle nicht jedes Mal herausfahrenden Autos die Vorfahrt gewähren muss, muss wahrscheinlich die Verkehrsführung geändert werden“, erklärt Olaf Knofe. Autofahrer können den Parkplatz dann nur noch über die Ausfahrten hinter der Bushaltestelle verlassen. Die Straßen, die vor dem Haltepunkt auf den Parkplatz führen, können dann nur noch in eine Richtung genutzt werden. Das bestätigt auch Riesapark-Sprecher Christian Plöger. Die entsprechenden Ausfahrten bekommen dann das bekannte rote Schild mit dem weißen waagerechten Balken darin. Speziell in der ersten Zeit sollen außerdem zusätzliche Verkehrsschilder darauf aufmerksam machen, dass der Parkplatz nicht mehr über alle Ausfahrten verlassen werden kann.