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Döbeln

Neuer Chef freut sich doppelt

Knut Herrmann setzt sich bei der Wahl zum Gemeindewehrleiter durch. Er muss zunächst ohne Stellvertreter auskommen.

Knut Herrmann wurde zum Gemeindewehrleiter der Feuerwehr Großweitzschen gewählt. © Frank Korn

Großweitzschen. Der neue Chef der Gemeindefeuerwehr Großweitzschen heißt Knut Herrmann. Er setzte sich bei der Jahreshauptversammlung gegen Marc Bohnstedt, der als Leiter der Ortswehr Großweitzschen fungiert, durch. Auf den neuen Gemeindewehrleiter fielen 37 von 55 Stimmen. Zudem durfte sich der neue Chef über die Beförderung zum Brandmeister freuen. Einen neuen Stellvertreter konnten die Kameraden der drei Ortswehren Großweitzschen, Mockritz und Gallschütz nicht wählen, weil sich kein Kandidat für diese Funktion gefunden hatte. Knut Herrmann war in den vergangenen beiden Jahren bereits kommissarischer Leiter der Gemeindewehr.

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Nach einer Gedenkminute für einen verstorbenen Kameraden und den üblichen Dankesworten fand Knut Herrmann auch kritische Töne. Der Zusammenhalt der drei Ortswehren müsse weiter verbessert werden, so Herrmann. „Wir werden eine gemeinsame Einsatzübung für alle drei Ortswehren organisieren“, blickte Herrmann voraus. Als weiteres Ziel für die nahe Zukunft nannte der Gemeindewehrleiter die Anschaffung von neuen Fahrzeugen – ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) 20 für Großweitzschen sowie je ein Löschgruppenfahrzeug (LF) 10 für Mockritz und Gallschütz. Kamerad Andreas Haupt gab zu bedenken, dass für ein HLF neun Mann Besatzung erforderlich sind. „Besser wäre es doch, ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser anzuschaffen“, so Haupt. Herrmann hielt jedoch dagegen, dass eine Gemeindewehr gesetzliche Vorgaben erfüllen müsse, und dazu gehöre die Ausrüstung mit einem HLF.

Zur Gemeindefeuerwehr Großweitzschen gehören 94 Kameraden, davon sind zwölf weiblich. Im vergangenen Jahr rückten die Wehren zu insgesamt 32 Einsätzen aus. Im Dezember 2018 wurde die Jugendwehr Großweitzschen gegründet, der 14 Mitglieder angehören.