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Neuer Eigentümer für Schloss Übigau

Der Dresdner Bauunternehmer Frank Wießner hat das heruntergekommene Denkmal gekauft und will es nun sanieren.

© Sven Ellger

Von Sarah Herrmann

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Dresden. Das altehrwürdige Barockschloss verfällt seit Jahren. Die immer wieder wechselnden Eigentümer hatten nur die nötigsten Arbeiten erledigt. Zuletzt war die Situation so prekär, dass die Stadt sogar über den Kauf des zwischen 1724 und 1726 errichteten Gebäudes nachgedacht hat. Doch nun wurde eine andere Lösung gefunden. Und es gibt wieder Hoffnung für diejenigen, die dem Verfall des Denkmals nicht länger zugucken wollen.

Die bisherige Eigentümerin, Ingrid Schinz aus Heidelberg, lässt am Donnerstag über ihren Architekten Karsten Linke aus Pieschen mitteilen, dass das Gebäude an neue Eigentümer aus Dresden verkauft wurde. Die Stadt hatte zuvor mehrfach das Gespräch mit Schinz gesucht und um eine Sanierung gebeten. „Die Alteigentümerin möchte mit der Abgabe des Objektes an regionale Investoren einen zeitnahen Sanierungsbeginn fördern“, so Linke.

Einer der neuen Eigentümer ist Frank Wießner, der in Dresden schon diverse Bauprojekte umgesetzt hat und unter anderem den Wiederaufbau des Narrenhäusels plant. „Auf der Anlage gibt es noch andere Eigentümer, die aber lieber im Hintergrund bleiben wollen“, erklärt Wießner. Gemeinsam mit der Stadt wolle man schnellstmöglich ein Nutzungskonzept erarbeiten und mit der Sanierung des Schlosses beginnen. Wie das Denkmal nach dem Ausbau genutzt werden kann, sei noch unklar. „Ein Teil soll auf jeden Fall öffentlich zugänglich sein“, sagt Wießner. „In den kommenden Monaten müssen wir jetzt mit der Stadt überlegen, was sinnvoll ist.“ Zum Kaufpreis wollen sich weder Schinz noch Wießner äußern.