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Neuer Name, alter Schriftzug

Nach dem Fanvotum heißt die Heimspielstätte von Dynamo Dresden Rudolf-Harbig-Stadion. Bis der neue Name zu lesen sein wird, vergehen noch Wochen.

Juliane Richter

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Die knappe Mehrheit hatte entschieden. Rund 16 000 Menschen haben im Spätsommer dafür gestimmt, dass das Fußballstadion an der Lennéstraße künftig wieder Rudolf-Harbig-Stadion heißen soll. Das ermöglichen die Unternehmen Drewag und Konsum, die sich das Namensrecht gesichert haben und dabei auf eine große Präsentation des eigenen Namens zugunsten des Fanvotums verzichten. Seit der Verkündung des neuen Namens sind bereits fast zwei Monate vergangen. An der Stadionfassade prangt aber nach wie vor der alte Schriftzug „DDV-Stadion“.

Wann der Schriftzug endlich ausgetauscht wird, steht selbst für Stadionmanager Ronald Tscherning noch nicht ganz genau fest. Demnach musste der neue – und deutlich längere Schriftzug – zunächst entworfen werden. Hinzu kommt, dass die Unterkonstruktion an der Fassade für den Schriftzug statisch berechnet werden muss. Außerdem braucht es für derartige Änderungen an der Glasfassade die Zustimmung des Bauamts. Die Unterlagen hat der Stadionbetreiber, die Stadion Dresden Projektgesellschaft, eingereicht. Stadionmanager Tscherning ist deshalb zuversichtlich, dass der Wechsel spätestens zum Beginn der Rückrunde der Zweiten Liga erfolgen kann. Diese steht allerdings erst Ende Januar an. Um Kosten zu sparen, haben sich alle Beteiligten laut Tscherning entschieden, bis dahin den alten Schriftzug zu belassen. Denn für Abbau und Neumontage muss eigens eine Hubbühne bestellt werden.

Zu den Kosten für den neuen Schriftzug wollen sich die Beteiligten nicht äußern. Nach SZ-Informationen wird aber ein fünfstelliger Betrag fällig. Auch, weil darin wieder Leuchttechnik verbaut wird, damit der Schriftzug auch in den Abendstunden gut sichtbar ist. Zusätzlich zur Hauptfassade an der Lennéstraße werden auch alle anderen Eingänge mit dem neuen Namen versehen. Das jeweilige Logo von Drewag und Konsum wird mit eingearbeitet. „Wir wollen nach außen komplett mit dem neuen Namen auftreten“, sagt Ronald Tscherning.

Dazu gehören aber auch die 13 teils recht großflächigen Hinweistafeln, die Autofahrer bisher noch durch die Stadt zum DDV-Stadion leiten. Dafür muss der Stadionbetreiber eigens einen Auftrag beim städtischen Straßen- und Tiefbauamt auslösen und die Kosten für die Neugestaltung der Schilder tragen. Diese belaufen sich laut Stadtverwaltung auf rund 30 000 Euro.

Von 1990 bis 2009 trug das Stadionschon den Namen von Rudolf-Harbig. Dann zahlte das Unternehmen Goldgas für den Namen Glücksgas-Stadion. Nach einem Intermezzo als „Stadion Dresden“ folgte 2016 das „DDV-Stadion“.