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Neuer Pächter fürs Sportlerheim

Für die Sportlergaststätte in Elstra wurde jetzt ein Pachtvertrag unterzeichnet.

© René Plaul

Von Manuela Paul

Elstra. Na, wenn das keine gute Nachricht ist. Montag unterzeichnete Enrico Hommel einen Pachtvertrag für die Elstraer Sportlergaststätte. Nachdem Heike Duda nach über 20 Jahren als Pächterin Mitte vorigen Jahres ihren Hut nahm, ging das Licht im Sportlertreff und der dazugehörigen Bowlingbahn aus. Deshalb suchte die Stadtverwaltung einen neuen Pächter – jemand mit Fachkunde, eigenen Ideen und persönlichem Engagement. Doch trotz mehrmaliger Ausschreibung fand sich kein Interessent. Möglicherweise auch wegen des Dienstleistungsvertrages, der mit der Gaststätte verknüpft war. Denn ein potenzieller neuer Betreiber der Sportlergaststätte sollte auch Aufgaben als Platz- und Hallenwart für das Sportzentrum übernehmen.

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Es stand also nicht gut um den Weiterbetrieb der städtischen Anlage. Und obwohl das Betreiben einer Bowlingbahn keine Pflichtaufgabe einer Kommune ist, waren sich die Stadträte einig: Die Freizeitanlage sollte nicht dem Selbstlauf überlassen bleiben. Immerhin habe es viel Geld gekostet, sie seinerzeit zu bauen. Also suchte die Verwaltung nach einer betriebswirtschaftlich vernünftigen Möglichkeit, um wenigstens die Bowlingbahn weiter für die öffentliche Nutzung anbieten zu können. Gelöst wurde das Problem schließlich mit der Schaffung einer Teilzeit-Stelle für einen technischen Angestellten. Diese Stelle werde nun nicht mehr benötigt, sagte Bürgermeister Frank Wachholz, der sehr froh über den Vertragsabschluss ist. „Das ist ein tolles Signal.“ Ziel sei es, Mitte Juni den Sportlertreff wieder zu eröffnen.

Der neue Pächter Enrico Hommel nutzte die öffentliche Ratssitzung am Montag, um sich kurz vorzustellen. Der 46-Jährige gelernte Hotelgastronom zog seinerzeit aus Elstra weg, um in verschiedenen Hotels zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln. Dann ging er zur Bundeswehr und blieb dort länger, als ursprünglich gewollt, erzählte er. 16 Jahre seien es am Ende gewesen. Durch einen Fußballverein, für den er sehr erfolgreich im Fan-Geschäft und Marketing tätig war, wurde er schließlich in Leipzig sesshaft, so Enrico Hommel, der momentan noch in der Messestadt wohnt, nun aber in seine Heimatstadt zurückkehren will.