merken

Neuer Stadtwirtschaftshof wächst

Der Radeberger Stadtrat vergab einen weiteren Auftrag. Das Vorhaben wird deutlich teurer.

© Thorsten Eckert

Von Thomas Drendel

Radeberg. Größer, praktischer und natürlich schicker als der Alte: Der neue Stadtwirtschaftshof am Bruno-Thum-Weg ist in seinen Ausmaßen schon gut zu erkennen. Das Büro- und Sozialgebäude sowie die große Halle mit Stellplätzen für insgesamt 18 Fahrzeuge stehen bereits. Auch Lagerflächen für die Winterdiensttechnik sind geplant. Im Außenbereich soll zudem ein Waschplatz für die Fahrzeuge des Wirtschaftshofs entstehen.

City-Apotheken Dresden
365 Tage für Patienten da
365 Tage für Patienten da

Die Dresdner City-Apotheken bieten mehr, als nur Medikamente zu verkaufen. Das hat auch mit besonderen Erfahrungen zu tun. Was, wenn Sonntagmorgen plötzlich der Kopf dröhnt oder die Jüngste Läuse mit nach Hause gebracht hat?

Die Arbeiten sind schon so weit fortgeschritten, dass die Stadt Radeberg schon an die Gestaltung der Außenanlagen denken kann. Der Stadtrat hat jetzt einen entsprechenden Auftrag vergeben. Für 420.000 Euro wird die Firma Jens Hausdorf den Landschaftsbau erledigen, also beispielsweise Wege anlegen. Die Stadträte verabschiedeten den Beschluss einstimmig. Eigentlich sollte ja schon 1994 neu gebaut werden. „Aber damals hatten wir einfach nicht das notwendige Geld dafür“, sagte Radebergs Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) auf die lange Zeit zwischen den ersten Ideen und der Umsetzung angesprochen.

Voraussichtlich im Dezember dieses Jahres wird das Haus fertig sein. Etwa anderthalb Jahre betrug dann die Bauzeit. Nach dem Umzug ins neue Domizil werden die Bauhof-Mitarbeiter angemessene Bedingungen vorfinden, die am bisherigen Standort am Dammweg schon lange nicht mehr gegeben sind. Rund drei Millionen Euro waren für den Neubau zunächst veranschlagt. Gut die Hälfte davon sind Fördermittel. 1,1 Millionen Euro stammen aus dem sächsischen Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“, etwa 400.000 Euro kommen vom Bund. Jetzt muss eine weitere Million draufgelegt werden. Denn das Projekt wird deutlich teurer als zunächst vorgesehen. Einmal sind die Baukosten in den vergangenen Monaten insgesamt in die Höhe geschnellt, dann gab es für die Bauleute am Thumweg einige Überraschungen. Im Untergrund der Baustelle wurde bis in mehrere Meter Tiefe Hausmüll gefunden. Ein stabiler Untergrund sieht anders aus.

Instabiler Untergrund

Rund 2 000 Tonnen Boden mussten nun also ausgetauscht und entsorgt werden. Schon das führte zu Mehrkosten von 200.000 Euro. Hinzu kamen die gleichen Probleme auf dem Areal, auf dem die Regenwasser-Rückhalte-Anlage entstehen soll. Auch hier lagen Dinge im Boden, die weder da hingehören, noch bei den Proben zuvor entdeckt worden waren. Auch hier, weil der Hausmüll offenbar einfach zu tief gelegen hatte. Also muss die Stadt nun auch für diesen Bereich rund 150 000 Euro mehr ausgeben. Das ergibt insgesamt rund 700 000 Euro Mehrkosten. Was wird aus dem bisherigen Standort am Dammweg? Das Areal war ohnehin nur als Provisorium gedacht. Eine Sanierung ist nicht vorgesehen, da sich die Gebäude in einem schlechten Zustand befinden und die Kosten wohl enorm wären, außerdem ist die Zufahrt zum Dammweg für die Anlieferung des Streuguts viel zu eng. Das alte Stadtwirtschaftshof-Areal soll nach dem Umzug verkauft werden. Und es gibt wohl auch schon einen Interessenten, hatte Stadtsprecher Jürgen Wähnert gesagt. Ende des vergangenen Jahres hatte der Stadtrat die Aufstockung des Personals für den Stadtwirtschaftshof um eine Stelle beschlossen. Grund waren mehr Aufgaben der Mitarbeiter. Mit dem Grünen Band will Radeberg in den kommenden Jahren bekanntlich das Röder-Ufer erlebbar machen. Aber mehr Grün, heißt eben auch mehr Arbeit.