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Bautzen

Neuer Treffpunkt fürs Allende-Viertel

Eine Initiativgruppe möchte sich für das Wohngebiet im Bautzener Osten stark machen. Pläne gibt es viele. Doch etwas fehlt noch.

Die Initiativgruppe „Allendetreff“ um Andrea Kubank (2.v.l.) hatte am Nikolaustag zu Glühwein und Keksen am Einkaufszentrum eingeladen.
Die Initiativgruppe „Allendetreff“ um Andrea Kubank (2.v.l.) hatte am Nikolaustag zu Glühwein und Keksen am Einkaufszentrum eingeladen. © Carmen Schumann

Bautzen. Für ihren Kennlerntag am vergangenen Freitag hatten sich die Initiatoren des „Allendetreffs“ das denkbar schlechteste Wetter ausgesucht. Ein eisiger Wind pfiff um das Einkaufszentrum an der Hanns-Eisler-Straße, wo Biertische aufgebaut waren und Glühwein sowie Kinderpunsch ausgeschenkt und Kekse serviert wurden. Bei so einem Wetter sieht jeder zu, dass er schnell nach Hause kommt. Dennoch nahm der eine oder andere das Gesprächsangebot und einen Becher Glühwein zum Aufwärmen gerne an.

Die Initiatoren um Andrea Kubank haben schon etliches an Vorarbeit geleistet, um einen Einwohnertreff auf die Beine zu stellen, etwas, das bislang in diesem Stadtteil noch fehlt. Natürlich gibt es Gaststätten im Osten Bautzens. Doch nicht jeder hat das Geld, um sich dort zum gemütlichen Beisammensein aufhalten zu können. Auch die etwa 15-köpfige Gruppe um Andrea Kubank ist nicht ganz glücklich damit, dass ihre Zusammenkünfte bislang in Lokalen stattfanden. Man traf sich seit Februar alle zwei Monate unter anderem in Isas Grillstube, dem Nadelwitzer Pilspub oder in der Gartengaststätte der Sparte „Friedensfreunde“. Der größte Wunsch der Initiativgruppe wäre es deshalb, eine dauerhafte Räumlichkeit zu finden, die allen Anwohnern des Wohnviertels offen steht. Für ihren wichtigsten Termin in der kommenden Zeit, wo sie möglichst vielen Anwohnern ihr Projekt vorstellen wollen, fanden die Initiatoren Unterschlupf im Altenpflegeheim „Haus Immisch“. Dieses Treffen findet am 22. Januar statt.

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Hervorgegangen ist die Initiativgruppe aus einem der Stadtteilrundgänge der Stadtspitze. Bereits damals wurde im Dialog mit Oberbürgermeister Alexander Ahrens und Baubürgermeisterin Juliane Naumann der fehlende Treffpunkt zur Sprache gebracht. Das Interesse sei auf jeden Fall vorhanden, sei es durch Vereine, sei es durch lose Gruppen, die sich einfach mal zum Beispiel zum Nähen oder für andere Handarbeiten treffen würden.

Vonseiten der Initiativgruppe gibt es etliche Ideen, die sie gerne umsetzen möchte. Eine davon ist eine sogenannte Bücherzelle nach dem Vorbild des öffentlichen Bücherschrankes am Postplatz. Das Prinzip, dass jedermann dort Bücher hineinstellen, aber auch mitnehmen kann, käme sicherlich auch im Allendviertel gut an, ist Andrea Kubank überzeugt. Die Initiativgruppe möchte sich aber auch für weitere Sitzgelegenheiten im Wohnbezirk stark machen, wo relativ viele ältere Menschen leben. Deshalb soll es Stadtteilbegehungen geben, bei denen man mit den Leuten ins Gespräch kommt, um zu erfahren, was es aus deren Sicht zu verbessern gibt. Anregungen erhoffen sich die Initiatoren des Allendetreffs aber auch aus der Veranstaltung Ende Januar.

Unterstützung erfuhren die Initiatoren durch die „Partnerschaft für Demokratie“, aber auch durch Pfarrer Kay Weißflog, zu dessen Seelsorgebereich das Allendeviertel gehört. Für dieses Jahr konnte man zudem Mittel aus dem Mikroprojektefonds in Anspruch nehmen. Für das kommende Jahr müssen diese Mittel neu beantragt werden.

Die Veranstaltung des Allendetreffs findet am 22. Januar um 17 Uhr im Altenpflegeheim „Haus Immisch“ an der Dr.-Salvador-Allende-Straße 106 statt.

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