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Neuer Vorstoß zur Rumpelpiste

Die Stadt Rabenau will, dass endlich der Ausbau der Poisenwaldstraße geplant wird.

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© Symbolbild: dpa

Von Annett Heyse

Rabenau. Es hat schon Tradition im Rabenauer Stadtrat, über die Sanierung der Poisenwaldstraße im Ortsteil Obernaundorf zu sprechen. Gesprächsstoff gibt es allemal: Keine Straße im Gemeindegebiet ist in derart schlechtem Zustand. Und so kam das Thema wieder einmal auf. „Wir wollen uns mit der Aussage, dass frühestens 2018 geplant wird, nicht zufriedengeben“, sagte Bürgermeister Thomas Paul (CDU). Die Planung müsse möglichst schon im nächsten Jahr beginnen, damit auch schnell gebaut werden könne. Paul: „Wir bleiben da dran und werden weiter im Landratsamt nachhaken.“

Die Poisenwaldstraße gehört dem Landkreis und hat sich zum Albtraum für Anwohner, Busfahrer, Pendler und Passanten entwickelt. Die Oberfläche weist zahlreiche Löcher, Flicken und Dellen auf, die Ränder ausgebrochen, Fußwege so gut wie nicht vorhanden und die Fahrbahn oft so schmal, dass sogar zwei Pkws Mühe haben, aneinander vorbei zu kommen. Man könne eine Sanierung kaum noch ein paar Jahre vor sich herschieben, moniert der Bürgermeister. Er befürchtet, dass mit der Sanierung der Hangstraße in Richtung Rabenau im vergangenen Jahr der Landkreis Obernaundorf etwas aus den Augen verliert. Paul: „Wir werden immer wieder klarmachen, dass es das noch nicht gewesen sein kann.“

Im Landratsamt ist man sich des katastrophalen Straßenzustands durchaus bewusst. Schon vor fünf Jahren wurde der Zustand der Poisenwaldstraße auf einer Schulnotenskala eingeschätzt und eine „Fünf bis Sechs“ vergeben. Ein kritischer Gesamtzustand sei erreicht, heißt es aus der Behörde. Allerdings habe die Poisenwaldstraße keine so wichtige wirtschaftliche Bedeutung wie andere Fahrbahnen im Landkreis, die beispielsweise Zubringer zu Gewerbegebieten sind. Deshalb werde frühestens 2018 geplant, wie Bereichsleiterin Martina Aurisch bereits vor einigen Wochen klarstellte: „In der mittelfristigen Finanzplanung des Landkreises sind Mittel für Vorbereitungsarbeiten wie Planung, Baugrunduntersuchungen und Vermessung ab 2018 vorgemerkt.“