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Neues Fahrzeug für Ostrauer Wehr

Eigentlich brauchen die Noschkowitzer Kameraden Ersatz für ihren W 50. Deshalb gibt’s einen Ringtausch.

© D. Thomas

Von Cathrin Reichelt

Ostrau. Auf der Bundesstraße 169 fahren täglich mehrere Tausend Fahrzeuge mitten durch die Gemeinde Ostrau. Unfälle oder Brände stellt die Kameraden der Ortswehr oft vor große Herausforderungen. Das ist nicht der einzige Grund, weshalb sich Gemeinderäte für die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF) 4 000 entschieden haben. Auch eine Bahnlinie, auf der Gefahrguttransporte unterwegs sind, das gewachsene Gewerbegebiet, die Grundschule, zahlreiche gewerbliche und landwirtschaftliche Firmen sowie größere Waldflächen bieten ein Gefahrenpotenzial. Durchschnittlich wird die Ostrauer Ortswehr zu 25 bis 30 Einsätzen pro Jahr alarmiert.

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Das neue Fahrzeug kann eine größere Menge Wasser und Schaum- sowie Sonderlöschmittel mitführen als das alte. Das sei optimal für Waldbrände, meint Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Die Kameraden hätten bereits geprüft, ob das Neue auch in das Gerätehaus des alten Fahrzeugs passt. Deshalb wird das Blaulicht auch nicht so hoch sein wie üblich.

Die Gemeinderäte entschieden sich dafür, den Eigenanteil in Höhe von 172 000 Euro, den die Kommune zur Finanzierung des Fahrzeugs beitragen muss, in den Haushalt für 2018/19 einzustellen. Insgesamt belaufen sich die Kosten voraussichtlich auf 325 000 Euro. Die Differenz erhofft sich Ostrau als Förderung aus der Richtlinie Feuerwehrwesen des Landkreises Mittelsachsen und dem sogenannten Investkraftpaket. „Wir werden erst im Frühjahr 2018 wissen, ob wir das Fördergeld bekommen“, so Schilling. Erst dann könne der Auftrag ausgelöst werden. Der Bürgermeister rechnet damit, dass das TLF 4 000 im Laufe des Jahres 2019 an die 27 Kameraden der Ostrauer Wehr übergeben werden kann.

Dann gibt es einen kleinen Ringtausch. Die zwölf Noschkowitzer Kameraden bekommen das TLF 16/24 der Ostrauer und können ihren W 50, Baujahr 1986, ausmustern. Den Ostrauern stehen mit dem TLF 4 000, einem Katastrophenschutzfahrzeug, einem Einsatzleitwagen und einem Mannschaftstransportwagen vier Fahrzeuge für den Ernstfall zur Verfügung.