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Bautzen

Neues Gerätehaus für Niederkaina

Die Feuerwache im östlichen Bautzener Stadtteil wurde in 18 Monaten Bauzeit errichtet und kostete 1,65 Millionen Euro. Sie ist nicht nur für die Kameraden da.

Am Sonnabend wurde das neue Feuerwehrhaus in Niederkaina eingeweiht. Finanzbürgermeister Robert Böhmer übergab es symbolisch an den Ortswehrleiter Hagen Tauchert.
Am Sonnabend wurde das neue Feuerwehrhaus in Niederkaina eingeweiht. Finanzbürgermeister Robert Böhmer übergab es symbolisch an den Ortswehrleiter Hagen Tauchert. © Carmen Schumann

Niederkaina. „Endlich ist es geschafft!“ – mit diesen Worten ließ der Niederkainaer Ortswehrleiter Hagen Tauchert seiner Freude über das neue Gerätehaus freien Lauf. Am Sonnabendvormittag wurde die Feuerwache im östlichen Bautzener Ortsteil feierlich eingeweiht. Bereits Ende Oktober hatten die Kameraden das Gebäude in Besitz genommen, genau ein Jahr nach dem Richtfest, das am 26. Oktober 2018 stattgefunden hatte. Insgesamt war das Haus nach 18 Monaten Bauzeit fertiggestellt worden.

Wie Hagen Tauchert sagte, hatte es erste Überlegungen bereits 2013 gegeben, als man mit der Stadt und dem Planungsbüro zusammengesessen hatte. Ein Gutachten hatte ergeben, dass sich eine Modernisierung des alten Gebäudes nicht lohnen und man den aktuellen Anforderungen damit nicht gerecht werden würde. Das frühere Gerätehaus war in den 80er-Jahren mit viel Eigeninitiative und Herzblut der Kameraden aus einem Einfamilienhaus mithilfe eines Anbaus errichtet worden. Doch die Platzverhältnisse in alten Gebäude seien sehr beengt gewesen. Zufrieden stellte der Ortswehrleiter fest, dass viele Ideen der Kameraden in das Projekt eingeflossen waren. Der Neubau könne sich nun sehen lassen. Die neue Halle bietet Platz für zwei Fahrzeuge. Außerdem gibt es komfortable Sanitärräume, einen Lagerbereich, eine Werkstatt, Büroräume und einen Versammlungsraum. Dieser dient nicht nur für die Zusammenkünfte der Feuerwehrleute, sondern auch für die Sitzungen des Ortschaftsrates, der bereits schon einmal dort getagt hat. Der Ortschaftsratsvorsitzende Norbert Haupt äußerte sich daher auch zufrieden über das Geschaffene. „Der Neubau gibt einen Schub für die Bürgerschaft“, sagte er. Außerdem füge er sich gut in das Ortsbild ein. Alle Beteiligten hätten an einem Strang gezogen.

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Bautzens Finanzbürgermeister Dr. Robert Böhmer (CDU) kennzeichnete die Einweihung des Gerätehauses und der daneben befindlichen Hochwasserschutzhalle als ein wichtiges Ereignis für die Stadt. In das Projekt wurden insgesamt 1,65 Millionen Euro investiert. Davon wurden 360.000 Euro vom Landkreis und vom Freistaat gefördert. Das sei sehr gut angelegtes Geld gewesen. Denn die Erwartungshaltung an die Feuerwehren sei sehr hoch. Wie kaum eine andere Organisation gelte sie unter der Bevölkerung als Helfer in der Not. Die Tätigkeit in der Feuerwehr sei anspruchsvoll und auch schon für Kinder lohnenswert. Böhmer lobte die sehr engagierte Arbeit der Niederkainaer Jugendfeuerwehr, der 20 junge Leute angehören.

Die 15-jährige Linda ist schon seit sechs Jahren bei der Jugendfeuerwehr. Schließlich seien ihre Eltern und auch Freunde ebenfalls bei der Wehr. Die Schülerin der Allende-Oberschule fühlt sich unter ihren Kameraden sehr gut aufgehoben und ist stolz auf die Leistungen der Truppe beim Feuerwehrsport. Außerdem sei der Zusammenhalt in der Gruppe toll.

Der Finanzbürgermeister Robert Böhmer gab bekannt, dass als nächstes Vorhaben ein Neubau im Ortsteil Salzenforst ansteht. Dies sei ebenso wichtig wie das Projekt in Niederkaina. Denn es gelte, die bestehenden Strukturen zu erhalten. Der Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU) versicherte, dass die Belange der Feuerwehr oberste Priorität im Landtag genießen. Man werde zum Beispiel das Prinzip der Sammelbestellungen bei Feuerwehrfahrzeugen beibehalten.

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