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Neues Kultur-Ferienprojekt startet am Montag

Zehn Kinder und Jugendliche gestalten in Pulsnitz das Thema „Mein kleines Paradies“.

Ferienkinder gestalten in Pulsnitz ein besonderes Projekt. Die Öffentlichkeit wird es im Geburtshaus Ernst Rietschels bewundern können.
Ferienkinder gestalten in Pulsnitz ein besonderes Projekt. Die Öffentlichkeit wird es im Geburtshaus Ernst Rietschels bewundern können. © privat

Pulsnitz. Ihr kleines Paradies wollen sich Pulsnitzer Kinder in den kommenden Tagen bei einer Ferienaktion schaffen. Die Grundlage dafür schafft das Projekt „Kultur macht stark“. Sabine Schubert, die Vorsitzende des Pulsnitzer Kulturringes, erklärt: „Der Kulturring konnte sich dort erneut mit einem Projekt, ,Mein kleines Paradies‘ für das Jahr 2019 durchsetzen und eine 100-prozentige Förderung durch den Bundesverband der Bildenden Künstler und Künstlerinnen in Berlin genehmigt bekommen.“ Das Projekt wird mit zehn Kindern und Jugendlichen stattfinden.

Jeder Antragsteller brauche zwei Partner aus den Bereichen Schule und Jugendbetreuung. Als Partner für „Mein kleines Paradies“ helfen die Oberschule in Pulsnitz und die Bürgerhilfe Sachsen mit der Sozialpädagogischen Tagesgruppe Kamenz. „Das Grundanliegen ist der Umgang mit Tieren und mit unserer Umwelt“, sagt Sabine Schubert. Die künstlerische Leitung übernimmt der Bildhauer Jürgen Cominotto, der in seinem beruflichen Werdegang reiche Erfahrungen mit künstlerisch-therapeutischer Arbeit sammelte. Seine Idee ist es, die teilnehmenden Kinder anzuregen, sich mit ihren Vorstellungen von einem eigenen kleinen Paradies auseinander zusetzten. Ein österreichischer Tierforscher soll einmal gesagt haben. „Der Wunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv - nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.“ Als künstlerische Techniken für die Umsetzung der Paradiesideen der Kinder und Jugendlichen wählte der Bildhauer das Modellieren mit Ton und Modelliermasse, die Mischtechniken mit Acrylfarben und Naturmaterialien.

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Exkursionen geplant

Am ersten Tag werden die Teilnehmer ihre bildnerischen Gedanken skizzieren. Am Nachmittag beginnt die Arbeit mit Ton. Am zweiten Projekttag wird die Arbeit mit Ton, der gebrannt werden muss, und Modelliermasse, die luftgetrocknet werden kann, intensiviert. Die Töpferei Jürgel übernimmt das Brennen der Arbeiten. Später können die Teilnehmer ihre luftgetrockneten plastischen Arbeiten mit Acrylfarben bemalen. Außerdem führt eine Exkursion die Teilnehmer zum Senckenbergmuseum im Japanischen Palais in Dresden. Dort werden die jungen Leute eine altersgerechte Führung erhalten. Und natürlich vollenden die Ferienkinder ihre Komposition. Dazu stehen ihnen auch andere Naturmaterialien und Plaste aus Recyclingprodukten zur Verfügung. Die Teilnehmer schaffen ihre Vorstellung von einem Paradies für Tier und Mensch. Die zehn einzelnen „Paradiese“ mit den montierten plastischen Arbeiten werden schließlich auf zwei großen Tischen zu einem „Paradies“ zusammengefügt und beschriftet. Die Papierarbeiten, die am ersten Projekttag entstanden, werden gerahmt und im Schauraum des Geburtshauses Ernst Rietschels ausgestellt. Damit ist der Aufbau der Ausstellung der Projektergebnisse abgeschlossen. Am 1. März ab 11 Uhr eröffnen die Kinder und Jugendlichen die Ausstellung und laden dazu die Eltern und Freunde, die Vereinsmitglieder und die interessierte Öffentlichkeit ein. Die Ausstellung wird im Geburtshaus Ernst Rietschels immer sonntags und nach Vereinbarung bis zum 24. März zu sehen sein. An allen Projekttagen werden Mitglieder des Kulturringes ehrenamtlich zur Unterstützung des Bildhauers mithelfen, die Kinder und Jugendlichen zu betreuen. (SZ)

Das Projekt wird in den Winterferien vom 18. Februar bis zum 1. März im Geburtshaus Ernst Rietschels in Pulsnitz stattfinden.