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Freital

Neues Leben für altes Bahndepot

Ein leerstehender Schuppen an der Freitaler Umgehungsstraße wird Sitz einer Baufirma. Dabei gab es erst andere Pläne.

Das alte Lagerhaus an der Umgehungsstraße wird in den kommenden Monaten saniert.
Das alte Lagerhaus an der Umgehungsstraße wird in den kommenden Monaten saniert. © Karl-Ludwig Oberthür

Ein altes Bahndepot an der Freitaler Umgehungsstraße wird in den kommenden Monaten saniert, umgebaut und zum Sitz einer heimischen Baufirma. Das Gebäude, das sich an der Auffahrt zur Wilsdruffer Straße befindet, gehörte zuletzt der städtischen Gesellschaft TGF. Diese betreibt das Technologiezentrum und den Technologiepark. Der Technologiepark wird derzeit um eine Fläche erweitert, auf der sich auch das Bahndepot befindet. Wie TGF-Chef Alexander Karrei mitteilte, wurde dieses nun an die PBP – Potschappler Bau-, Projekt- und Hausmeistergesellschaft – verkauft.

Der Geschäftsführer des Unternehmens ist in Freital kein Unbekannter. Karsten Tobias leitet gemeinsam mit seiner Frau den gleichnamigen Pflegedienst und ist an mehreren Firmen beteiligt. In den vergangenen Jahren hat er in Freital mehrere verfallene Gebäude gekauft und saniert – unter anderem das ehemalige Capitol-Kino an der Dresdner Straße und ein altes Industriegebäude an der Fichtestraße in Potschappel.

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Auf Anfrage der Sächsischen Zeitung teilt er mit, was er mit dem alten Bahndepot vorhat. „Im Bürotrakt ist beabsichtigt, die Verwaltung des Unternehmens PBP sowie Sanitär- und Sozialräume unterzubringen“, so Tobias. „Das große ehemalige Depotgebäude soll im Kellerbereich als Lagerfläche für Baumaterialien sowie für Maschinen und Werkzeuge für den Außeneinsatz genutzt werden.“ Eigens dafür soll auf der Umgehungsstraße zugewandten Seite eine in den Keller reichende Rampe errichtet werden. Auf der Bahnseite wiederum ist eine nach oben führende Rampe geplant, die das Depot erreichbar machen soll. Im Erdgeschoss des ehemaligen Lagerhauses soll nach Angaben von Tobias hauptsächlich die Produktion und Montage von Bauelementen erfolgen, die später bei den jeweiligen Bauvorhaben verbaut werden. Die dafür erforderlichen Maschinen werden hier installiert.

Schon bald werden die ersten Bauarbeiten an dem Haus zu sehen sein. Den Angaben zufolge ist die PBP bereits Eigentümerin des Gebäudes. Das fast 6 000 Quadratmeter große Grundstück gehe erst nach abgeschlossener Erschließung und Restkaufpreiszahlung, voraussichtlich zum Jahresende, in das Eigentum des Bauunternehmens über. Der Kaufvertrag sieht vor, dass das Gebäude innerhalb von zwei Jahren saniert werden muss. Innerhalb von acht Monaten muss der Bauantrag gestellt sein. Tobias geht davon aus, dass die Planungen für den Umbau in den kommenden drei bis vier Monaten abgeschlossen sind. Die Sanierung des Dachs und der Fassade, sollen noch innerhalb dieses Jahres begonnen und möglichst auch abgeschlossen werden. Außerdem ist die Einzäunung des Grundstücks vorgesehen. Da das Gebäude einen, aller Wahrscheinlichkeit nach vollumfänglich nutzbaren Keller besitzt, der jedoch mit in großen Teilen gefüllt ist, soll dieser geräumt, in teilweise belichtet und nutzbar gemacht werden. Spätestens in zwei Jahren, so der Plan, soll alles fertig sein.

Ursprünglich hatte es andere Pläne für das Gebäude gegeben. Das Freitaler Unternehmen Stasch Elektrotechnik, das derzeit in beengten Räumen in der Straße An der Weißeritz angesiedelt ist, wollte dort einen neuen Firmensitz errichten und sich erweitern. Firmenchef Mario Stasch gab die Pläne aber im Dezember aus „familiären und persönlichen Gründen“ auf.

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