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Neues Leben im alten Jugendclub

Pier Giorgio Furlan will das Haus für seine Projekte nutzen. Über den Pachtvertrag musste der Gemeinderat entscheiden.

© André Braun

Von Verena Toth

Kriebstein/Ehrenberg. Im Gebäude des ehemaligen Ehrenberger Jugendclubs soll bald wieder Leben einziehen. Der Künstler und Architekt Pier Giorgio Furlan, der auf dem Rittergut zahlreiche sozio-kulturelle Projekte mit Menschen aus verschiedenen sozialen Bevölkerungsschichten veranstaltet, will das Haus für seine künftigen Projekte und Besucher nutzen. „Wir haben schon begonnen, aufzuräumen, es war sehr schmutzig. Auch kleine Instandsetzungsarbeiten machen wir fast alle selbst“, berichtet der engagierte Vereinschef.

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Den ehemaligen Jugendclub in Ehrenberg, der seit geraumer Zeit ungenutzt ist und leer steht, kann ab sofort vom Verein Centro Arte Monte Onore im Rahmen seiner vielfältigen Veranstaltungen und Workshops mitgenutzt werden. Einstimmig stimmten die Mitglieder des Gemeinderates Kriebstein dafür, mit dem 65-jährigen Künstler einen Pachtvertrag einzugehen. Abstimmungsbedarf hatte es zuvor nur über die Dauer der Vereinbarung gegeben. Pier Giorgio Furlan hatte darum gebeten, die ursprünglich von der Gemeinde vorgeschlagene Pachtzeit von 30 Jahren auf zehn zu reduzieren. Als Grund gab er sein Alter an. Auch wollte der Vereinschef den Pachtvertrag als Privatperson eingehen, um den Verein nicht finanziell zu belasten. Er versicherte jedoch, dass er das Gebäude nicht für private Zwecke, sondern ausschließlich für die Veranstaltungen des Kulturzentrums nutzen wolle. Auch diesen Änderungswünschen kam der Gemeinderat nach.

Zur Diskussion kam es jedoch beim Thema Pachtzins. Die CDU-Gemeinderätin Andrea Röder-Reglich regte an, den Pachtzins nicht für die gesamte Dauer der Vereinbarung festzuschreiben, sondern dem Gemeinderat die Möglichkeit offen zuhalten, den Zins nach fünf Jahren überprüfen und gegebenenfalls anpassen zu können. Dieser Vorschlag traf nicht auf Zustimmung im Rat. Das Gebäude sei marode und Investitionen ohnehin nötig. „Wir können froh sein, wenn sich jemand um das alte Haus kümmert, da sollte man nicht noch einen finanziellen Vorteil daraus schlagen“, so die einhellige Meinung von mehreren Gemeinderäten.

Der Italiener Furlan, der seit 2000 das Rittergut Ehrenberg sukzessive restauriert, das Begegnungszentrum aufgebaut und den Verein gegründet hat, engagiert sich zudem für den Park, der zu dem Anwesen gehört. „Den Park habe ich auch schon gepachtet und restauriert. Im Juni soll es dort eine Eröffnungsfeier geben“, verrät der Architekt.